DJK Wacker Mecklenbeck
„Werden Jobs und Projekte vergeben“

Münster-Mecklenbeck -

Die Verantwortlichen des Sportvereins Wacker Mecklenbeck wollen die ehrenamtliche Arbeit auf neue Füße stellen. Mit Unterstützung durch den Landessportbund NRW arbeiten sie an einem spannenden Konzept.

Freitag, 31.05.2019, 19:00 Uhr aktualisiert: 03.06.2019, 18:02 Uhr
Wollen neue Wege gehen in Sachen Aufgabenverteilung (v.l.): Pressewart Daniel Fröndhoff, Ulrich Beckschulte und Thomas Schmidt, zuständig für Öffentlichkeitsarbeit der Fußballabteilung.
Wollen neue Wege gehen in Sachen Aufgabenverteilung (v.l.): Pressewart Daniel Fröndhoff, Ulrich Beckschulte und Thomas Schmidt, zuständig für Öffentlichkeitsarbeit der Fußballabteilung. Foto: cro

Viele Vereine stehen vor einem Problem: Wie soll man die unterschiedlichen Positionen besetzen? Kaum jemand möchte noch einen Posten übernehmen, das weiß auch der Vorstand der DJK Wacker Mecklenbeck . „Es fällt auch uns immer schwerer, Menschen zu motivieren“, sagt der Vereinsvorsitzende Ulrich Beckschulte . Doch nun wolle man neue Wege gehen. „Wir werden keine Ämter mehr vergeben, sondern Jobs oder Projekte.“ Beckschulte und seine Vorstandskollegen haben sich viele Gedanken gemacht: „Es geht nicht mehr darum, gleich einen ganzen Posten zu bekleiden, sondern sich an einem Teil der Aufgabe zu beteiligen.“

Um das ehrgeizige Projekt in die Tat umzusetzen, hat Wacker die Hilfe des Landessportbunds NRW in Anspruch genommen. „Wir haben sowohl im Hauptverein als auch im Bereich Fußball und Tennis erst einmal unsere Tätigkeiten beschrieben und genau aufgeschlüsselt, was wir machen“, so Beckschulte. Dabei kam eine lange Liste heraus, die viele Bereiche aufführt. „Nun können wir gezielt Mitglieder ansprechen, die vielleicht Spaß an einem der kleinen Bereiche haben, aber keinen Posten wollen.“

Beckschulte kann bereits jetzt mit dem neuen Konzept einen Erfolg verbuchen: „Wir haben das im Bereich Versicherungen ausprobiert: Und jemand in unseren Reihen gefunden, der Versicherungen beruflich macht.“ Dieser kümmere sich ausschließlich um diesen Bereich und habe keine weiteren Aufgaben. „Ich gehe davon aus, dass wir mit diesem Konzept wesentlich mehr Menschen aktiveren können als jetzt“, so der Vorsitzende.

Doch das neue System soll nicht nur die Vorstandsarbeit erleichtern, sondern sich durch das gesamte Aufgabenspektrum des Vereins ziehen. „Wenn beispielsweise ein Fest ansteht, werden kleine Aufgaben vergeben, die jeder mit einem überschaubaren Zeitansatz übernehmen kann“, erklärt Beckschulte. Danach könne jeder für sich selber entscheiden, ob er wieder eine Aufgabe übernehmen möchte oder eben nicht. „Dadurch haben alle Spaß an der Sache und arbeiten gerne.“

Momentan werden die Schlüssellisten, die Beckschulte seinerseits schon angelegt hat, erstellt und Aufgaben aufgeschlüsselt. „Natürlich bleiben die Ämter wie der Vorstand weiter erhalten, aber man hat dann vielleicht 40 oder 50 Menschen, die kleine Bereiche der Aufgaben übernehmen.“

Bereits im September oder Oktober, so der Plan, wird der Vorstand die Mitglieder zu einer Sitzung einladen und die kleinen und großen Aufgaben vorstellen. „Wenn jemand vielleicht nur Lust hat, einmal in der Woche ein bisschen Papier aufzusammeln oder bei Turnieren den Platzanweiser zu machen, sind das genau die Aufgaben, die ich meine“, betont Beckschulte.

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