„Nicht zu Hause nachmachen!“
Waghalsige Stunt-Show in Mecklenbeck

Münster-Mecklenbeck -

Das „Lagrin's Action Sport Team“ ist mit Motorrad-Akrobatik und seinem „Monster-Truck“ auf dem Poco-Areal zu Gast. Drei Stunt-Shows stehen noch bis zum 16. Juni an.

Montag, 03.06.2019, 18:30 Uhr aktualisiert: 03.06.2019, 18:58 Uhr
Atemberaubende Stunts: Mit dem Motorrad ging es bei der Show des „Lagrin‘s Action Sport Teams“ durch die Flammen.
Atemberaubende Stunts: Mit dem Motorrad ging es bei der Show des „Lagrin‘s Action Sport Teams“ durch die Flammen. Foto: Siegmund Natschke

„Der Countdown läuft!“, ruft Dominik Lagrin senior ins Mikro. Seit zwölf Jahren ist er mit dem „Lagrin's Action Sport Team“ auf Tournee und zeigt waghalsige Stunts, Motorrad-Akrobatik und auch den „Monster-Truck“, den der 48-Jährige selbst gebaut hat. Am Sonntag ging es auf dem Parkplatz des Poco-Einrichtungshauses zur Sache.

„Das ist ein Familienbetrieb“, sagt Lagrin. Und so ist der Chef in der Show auch Sohn Dominik Lagrin junior, der sich auch schlicht „DJ Quick“ nennt. Die Stunts haben es in sich. „Das ist gefährlich für uns“, stellt das Familienoberhaupt klar. Aber für die Zuschauer gibt es Sicherheitsvorkehrungen. Die wichtigste: „Nicht den Parcours betreten!“ Nicht zu vergessen folgende Regel: „Nicht zu Hause nachmachen!“ Was allerdings nur wenige in Betracht gezogen hätten angesichts von „Master of Hellfire“ alias Rolf Heckenwald, der sich auf einem Brett sitzend von einem Motorrad durch eine Flammenwand ziehen lässt.

Vollgas, Vollbremsungen und riskante Fahrmanöver

Fast harmlos wirkt da DJ Quick, der seinen BMW mit Vollgas und Vollbremsungen und riskanten Fahrmanövern, die jeden Führerschein gekostet hätten, präsentiert. Dann zeigt er auf eine Blondine im Publikum. „Freiwillig“, so ist zu hören, setzt sich die lachende Frau auf den Beifahrersitz und wird unmittelbare Zeugin der Stunts. DJ Quick schafft es immerhin, sein Auto im Stehen kreisen zu lassen. Es riecht nach verbranntem Gummi. Doch das sollte nur der Anfang sein.

Nun eine brennende Bretter-Wand. Einzelne Männer sind abkommandiert, um eventuell umherfliegende Holzstücke abzufangen. Per Motorrad geht es durch die Feuerhölle. Für die Profis Routine. Eine schwarze Rußwolke verbreitet sich genauso schnell wie der aufflammende Applaus. Und der Monstertruck, dessen Räder so groß sind wie anderer Leute Fahrzeuge, zeigt, natürlich auch, was er drauf hat. Die Dezibel des lautstarken Motorengeräusches kann man nur erahnen. Gedanklich mag der ein oder andere den Vergleich mit startenden Flugzeugen gezogen haben.

„Sie hat Benzin im Blut!“

„Da ist heute zu gutes Wetter“, meint Senior Lagrin. Die Sonne brennt, die Actionmänner stört es kaum. Eine Frau ist dabei, Tochter Loreen auf dem Quad. „Barbies waren nie ihr Ding. Sie hat Benzin im Blut!“, sagt der Chef. Diese Familie kann nicht ohne Motoren. Die Show geht weiter.

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Am Pfingstsonntag (9. Juni) gibt es die nächste Runde sowie am Pfingstmontag (10. Juni). Am 16. Juni (Sonntag) ist das Motor-Event dann noch ein weiteres Mal auf dem Poco-Areal in Mecklenbeck zu sehen. Beginn ist jeweils um 15 Uhr.

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