Buslinie 20 fährt neue Strecke
„Situation muss verbessert werden“

Münster-Mecklenbeck -

Mecklenbecker Senioren ärgern sich über die neue Buslinienführung in ihrem Heimatort. Sie trafen sich deshalb mit SPD-Politikern zu einem Ortstermin.

Donnerstag, 06.06.2019, 19:00 Uhr aktualisiert: 10.06.2019, 18:50 Uhr
Ortstermin an der Bushaltestelle mit den SPD-Politikern Marianne Koch (r.) und Michael Kleyboldt (l.): Marianne Schuster (3.v.l.) kritisiert den neuen Verlauf der Buslinie 10 und hofft auf baldige Verbesserungen.
Ortstermin an der Bushaltestelle mit den SPD-Politikern Marianne Koch (r.) und Michael Kleyboldt (l.): Marianne Schuster (3.v.l.) kritisiert den neuen Verlauf der Buslinie 10 und hofft auf baldige Verbesserungen. Foto: ann

„Wie war‘s in Mecklenbeck doch vordem mit der Linie 10 so bequem.“ So etwa hört sich der Stoßseufzer von Marianne Schuster an, und sie seufzt nicht allein. Gemeinsam mit ihr beklagen Helen Henne , Elfriede Pässler, Heidelore Wabnitz und Henny Wolke die Änderung im Linienverlauf der Buslinie 10, die im Vorfeld kaum kommuniziert worden sei.

Sie alle wohnen am Christoph-Bernhard-Graben und hatten bislang durch die Linie 10 eine gute Anbindung an die Stadt und auch ans Bürgerzentrum Hof Hesselmann, die Heroldstraße und den Waldweg.

„Die Linie 20 fährt nicht über die Schranken des Bahnübergangs. Wer dort seinen Arzt hat, kommt da praktisch nicht mehr hin. Um den Anschluss an die Linie 10 zu erreichen, müssen wir nun ein weiteres Mal umsteigen, in einen kleinen, engen Bus. Für einen Senior mit Rollator ein unhaltbarer Zustand. Wir wurden ohne vorherige Information vor vollendete Tatsachen gestellt“, erklärt Marianne Schuster.

Sie ist gewissermaßen die Speerspitze der kleinen Truppe, die sich mit einem Brief bereits an die Westfälischen Nachrichten , das Verkehrsmanagement der Stadtwerke sowie an Oberbürgermeister Lewe gewandt hat.

Ihr Problem – da geben sich die Frauen sicher – betreffe auch noch viele andere, namentlich ältere Bürger in Mecklenbeck. Marianne Schuster war dankbar, dass die WN ihren Leserbrief vollständig abdruckten.

Wenig befriedigte sie indes das – ihrer Meinung nach – vage Antwortschreiben der Stadtwerke und erst recht nicht der persönliche telefonische Kontakt.

Vom Bürgermeister hörte sie nach eigenen Angaben gar nichts. Das weckte in ihr die Kämpfernatur. Sie wandte sich an die Ortsvertretungen der politischen Parteien und konnte die sozialdemokratischen Ratsmitglieder Marianne Koch und Michael Kleyboldt sowie Noah Börnhorst für einem Ortstermin gewinnen.

Die Haltestelle am Dingbänger Weg, nunmehr der Umstieg von der Linie 20 zur Linie 10, ist nicht abgesenkt, hat zudem einen Fahrradweg, einen beginnenden Parkstreifen und keinerlei Wetterschutz. „Die Situation muss verbessert werden“, erklärte die Ratsfrau, und auch der Ratsherr erkannte die derzeitige Situation als „wenig bürgernah“. „Die Wirtschaftlichkeit einzelner Verbindungen im Öffentlichen Personen-Nahverkehr darf nicht das oberstes Gebot sein“, erklärte er und versprach, sich für eine bessere Lösung einzusetzen.

Einen Vorschlag dazu lieferte die engagierte Seniorin übrigens gleich mit: „Der Bus der Linie 10, der dreimal in der Stunde fährt, könnte ja zweimal die neue Runde fahren, aber dann wenigstens ein Mal in der Stunde in beiden Richtungen durch den Christoph-Bernhard-Graben, damit wäre uns schon sehr geholfen!“

https://event.yoochoose.net/news/705/consume/10/2/6670282?categorypath=%2F2%2F84%2F61%2F92%2F132%2F140%2F
Fünf Sterne deluxe spielen beim Stadtfest
Hip-Hop-Act für "Münster Mittendrin": Fünf Sterne deluxe spielen beim Stadtfest
Nachrichten-Ticker