Baugebiet Mecklenbeck-Mitte
Preiswerter Wohnraum ist das Ziel

Münster-MEcklenbeck -

Die Freude bei der Mecklenbecker CDU-Ortsunion ist groß: Im Herzen ihres Stadtteils kann auf städtischen Grundstücken erschwinglicher Wohnraum geschaffen werden. 57 Wohnungen sollen entstehen.

Dienstag, 11.06.2019, 19:00 Uhr
Zahlreiche Neubauten entstehen im Baugebiet Mecklenbeck-Mitte. So auch das Wohnprojekt „Gemeinschaftliches Wohnen in Mecklenbeck“, das erst vor wenigen Tagen Richtfest feierte.
Zahlreiche Neubauten entstehen im Baugebiet Mecklenbeck-Mitte. So auch das Wohnprojekt „Gemeinschaftliches Wohnen in Mecklenbeck“, das erst vor wenigen Tagen Richtfest feierte. Foto: sch

„In Münster können Wohnungen auch günstig gebaut werden. Das beweist das neu geplante Wohnquartier an der Brockmannstraße in Mecklenbeck-Mitte.“ Mit diesen Worten fasst CDU-Bezirksvertreter Peter Wolfgarten , der seit März auch wieder dem Ratsausschuss für Soziales, Stiftungen, Gesundheit, Verbraucherschutz und Arbeitsförderung angehört, einen Bericht der Verwaltung zum Münster-Modell einer „Sozialgerechten Bodennutzung“ zusammen.

Bereits im Jahre 2010 habe die CDU Mecklenbeck unter dem Titel „Wohnen im Zentrum von Mecklenbeck und Stärkung des Stadtteilzen­trums mit überwiegend kleinteiligem Einzelhandel“ einen Antrag in der Bezirksvertretung auf den Weg gebracht mit dem Ziel, die Flächen rund um die Feuerwache am Dingbängerweg zu einem neuen Wohnquartier zu entwickeln, heißt es einer Mitteilung der christdemokratischen Ortsunion.

Nach der Änderung des Bebauungsplans sei im vergangenen Jahr zunächst ein Teil der Grundstücke für neue Gemeinschaftswohnformen, insbesondere für Senioren, ausgeschrieben worden, um die Vielfältigkeit von Wohnraum im Stadtteil zu erhöhen und eine zukunftsfähige Stadtentwicklung zu fördern.

Darüber hinaus könne die Stadt nun fünf große Mehrfamilienhaus-Grundstücke in Mecklenbeck vergeben – mit dem Ziel, preiswerten Wohnraum zu schaffen. Es handele sich dabei um 57 Wohneinheiten. 15 davon würden frei finanziert, 42 öffentlich geförderte Wohnungen würden nach Fertigstellung an die Einkommensgruppe A und B vergeben.

„Dies geschah erstmalig in Münster nicht mehr im Höchstgebotsverfahren, sondern die Investoren waren im Ausschreibungsverfahren aufgefordert, ein Angebot zu einem Festpreis mit einem Gebot auf die Startmiete abzugeben“, heißt es in der Mitteilung der CDU weiter.

Laut Bericht der Verwaltung liege diese Startmiete nun beim öffentlich geförderten Wohnraum sogar noch elf bis 13 Prozent unter der zulässigen Miete im sozialen Wohnungsbau. Beim frei finanzierten Wohnraum sogar 28 Prozent unterhalb der sonst in Mecklenbeck erzielbaren Miete. Im zweiten Quartal dieses Jahres würden nun die Verträge zwischen Stadt und Investoren geschlossen. Anfang 2019 seien die Wohnungen in Mecklenbeck voraussichtlich bezugsfertig. Die Neubauten in Mecklenbeck-Mitte bestünden dann aus unterschiedlich großen Wohnungen, einem Mix aus Singlewohnungen, Wohnungen für Senioren, Wohnungen für Familien und integrativem Wohnen.

„Dies ist ein Beispiel dafür, dass sich auf dem Wohnungsmarkt in Münster einiges in die richtige Richtung bewegt. Dort, wo dies stadtverträglich möglich ist, sollten wir beharrlich und vor­ausschauend, wie hier in Mecklenbeck, Flächen für einen guten Wohnungsmix in den Stadtteilen erschließen. Dann kommt dies auch den zukünftigen Nutzern des Wohnraums zugute“, zeigt sich Peter Wolfgarten in der Pressemitteilung zuversichtlich, „dass die Stadt Münster mit den neuen Steuerungsinstrumenten auf einem guten Weg ist“.

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