Schwarzer Kamp
„Nicht mehr hinnehmbar“

Münster-Mecklenbeck -

Anlieger des Schwarzen Kamps sind verärgert: Fahrzeuge aus dem benachbarten Neubaugebiet verdrecken ihre Straße. Gereinigt wird jedoch nicht.

Mittwoch, 12.06.2019, 19:00 Uhr
Von einer dicken Schmutzschicht überzogen präsentiert sich derzeit der Schwarze Kamp. Der dunkle Fahrbahnasphalt ist durch den benachbarten Baustellenverkehr hellbraun geworden.
Von einer dicken Schmutzschicht überzogen präsentiert sich derzeit der Schwarze Kamp. Der dunkle Fahrbahnasphalt ist durch den benachbarten Baustellenverkehr hellbraun geworden. Foto: sch

Dass die Anwohner des Schwarzen Kamps „stinksauer“ sind, verwundert nicht: Vor ihren Haustüren entsteht derzeit das neue Mecklenbecker Wohngebiet. Der rege Baustellenverkehr beschert dem Schwarzen Kamp Tag für Tag reichlich Schmutz und jede Menge Staub. Bereits Mitte März hatte unsere Zeitung darüber berichtet. Für kurze Zeit wurde von beteiligten Firmen per Straßenreinigung Abhilfe geschaffen. Doch damit ist es zum großen Bedauern von Anwohner Ernst Schudzich längst wieder vorbei.

„Seit Ende April tut sich hier nichts mehr“, ärgert sich Schudzich. Es sei mittlerweile wieder der Fall, dass die Fahrbahn, der Bürgersteig und die Anliegergrundstücke regelrecht verdreckt seien. Wiederholt habe er bei einigen der Firmen und auch bei der Stadt angerufen und um regelmäßige Reinigungsarbeiten gebeten. Doch geschehen sei im Grunde genommen nichts. Einmal sei eine Kehrmaschine der Stadtwerke angerückt. Diese sei aber nur in einer Stichstraße, der Goldenbergstraße, im Einsatz gewesen und habe dort auch nur die Hälfte des Schmutzes entfernt. Am Schwarzen Kamp müsse etwas geschehen, fordert Schudzich. Dreck und Staub seien schlichtweg „nicht mehr hinnehmbar“.

„Es sieht hier ganz schlimm aus“, sagt auch Schudzichs Nachbarin Petra Rampanelli . Sie hat ebenfalls schon bei mehreren Firmen angerufen, deren Fahrzeuge im Baugebiet verkehren, dabei jedoch keinerlei Hilfestellung im Hinblick auf die permanente Verschmutzung des Schwarzen Kamps bekommen. „Keiner macht etwas. Das ist echt traurig“, bedauert die Mecklenbeckerin. Lkw, die auf den Baustellen Erdreich überquerten oder solches transportierten, brächten dieses zwangsläufig auf den Schwarzen Kamp, dessen Fahrbahn von einer dicken Schmutzschicht überzogen sei. Aus ihrer Sicht müssten die beteiligten Firmen möglichst bald eine gemeinschaftliche Lösung finden, um Abhilfe zu schaffen. Ihrer Meinung nach sei es selbstverständlich, dass am Arbeitsplatz auch aufgeräumt werde, unterstreicht Petra Rampanelli.

Als Baustellen-Ansprechpartnerin des städtischen Tiefbauamts will sich Maria Koordt des Missstands am Schwarzen Kamp erneut annehmen. Sie sei von Anwohnern auch schon wieder angesprochen worden. Die Situation dort sei in der Tat ärgerlich. Insbesondere Fahrzeuge aus den Stichstraßen des Neubaugebiets seien dafür verantwortlich. Sie habe Kontakt zu den betreffenden Firmen aufgenommen, warte aber noch auf Rückmeldungen.

Nachdem sie – wie berichtet – bereits im März für die Nachbarn aktiv war, will Maria Koordt nun erneut versuchen, ihnen zu helfen: „Ich werde am Ball bleiben“, verspricht die Tiefbauamts-Mitarbeiterin. Bislang sei es am Schwarzen Kamp allerdings noch nicht so dreckig, dass die Stadt dem Baustellenverkehr umgehend Einhalt gebieten könne . . .

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