St.-Lamberti-Bruderschaft
Der neue Schießstand ist fertig

Münster-Mecklenbeck -

Die Freude bei den Mecklenbecker St.-Lamberti-Schützen ist groß: Die Bruderschaftler haben endlich wieder eine Heimat für ihren Schießsport gefunden.

Montag, 17.06.2019, 19:00 Uhr aktualisiert: 18.06.2019, 16:26 Uhr
Frohe Mienen bei den St.-Lamberti-Schützen: Endlich haben die Mecklenbecker Bruderschaftler mit ihrer neuen Schießanlage bei Wacker Mecklenbeck eine „Heimat“ gefunden.
Frohe Mienen bei den St.-Lamberti-Schützen: Endlich haben die Mecklenbecker Bruderschaftler mit ihrer neuen Schießanlage bei Wacker Mecklenbeck eine „Heimat“ gefunden. Foto: ann

Lange haben die Sportschützen auf diesen Tag gewartet. Jetzt endlich ist es so weit. Die Mecklenbecker Schützenbruderschaft St. Lamberti hat einen neuen Schießstand. Auch wenn die offizielle Bauabnahme und die feierliche Einweihung noch bevorstehen – die Freude über die entscheidende Verbesserung bei der Ausübung ihres Sports ist an den Mienen des Vorstands deutlich abzulesen.

„Wir sind mehr als zufrieden. Vor einem Jahr wussten wir noch nicht, dass wir jetzt hier stehen würden“, erklärte der Oberst und Erste Brudermeister Frank Hohmann . „Wir hatten hier einen enormen Einsatz von Sponsoren von über 80 münsterischen Betrieben und Firmen. Außerdem haben viele Vereinsmitglieder tatkräftig mitgeholfen. Allen möchten wir vorab schon mal aus ganzem Herzen danken.“

Der Verein, der vormals seinen Schießstand am Paulushof hatte – bis Ende der 1970er-Jahre wurde noch im Trockenkeller der Gaststätte Lohmann geübt – wurde nach dem Abriss des Gebäudes heimatlos. Die Suche nach einer neuen Räumlichkeit erwies sich als schwierig. Früher hatten häufig die Keller von Schulen Schießstände, aber derartige Einrichtungen empfindet man heute als unpassend, obwohl die für diesen Schießsport notwendige Konzentration und innere Ruhe erstrebenswerte mentale Stärken sind.

„Glücklicherweise bot uns die Pluggendorfer Schützengesellschaft ihren Schießkeller für das Übungsschießen der Jungschützen an. Aber es war letztlich doch keine Heimat für uns. Die ist aber gerade wichtig, um die Schützen an den Verein zu binden“, betonte Schriftführer Wolfgang Rheinhard. „So schlecht war das alte Brauereigewölbe sieben Meter unter der Weseler Straße eigentlich nicht“, ergänzte der Jungschützenmeister Sebastian Eikel mit breitem Grinsen. „Da war nämlich kein Handy-Empfang!“

Nun steht die neue Schießstätte, errichtet in Leichtbauweise mit einer Holzständerkonstruktion, am Eingangsbereich des Komplexes von Wacker Mecklenbeck. Die Vorbereitungsphase zog sich hin. Fünf lange Jahre wurde nach einer Räumlichkeit gesucht. Dann kamen die Gespräche mit dem Vorstand der DJK Wacker in Gang und gestalteten sich konstruktiv. „Wir haben knapp 200 Quadratmeter in Erbpacht für 99 Jahre grundbuchamtlich eingetragen bekommen“, freut sich Oberst Frank Hohmann.

Im vergangenen Jahr hat die traditionsreiche Schützenbruderschaft ihr 150-jähriges Bestehen mit einem großen Fest gefeiert. Derzeit hat der Verein 270 Mitglieder, es schießen nur Männer. Auf sechs Bahnen sind bislang Papierscheiben installiert. Hier regt sich schon ein neuer Wunsch. „Die Rohinstallation für digitale Sensorentechnik ist bereits vorbereitet“, erklärt Frank Hohmann. „Natürlich sind die Treffer per Software weit genauer zu erkennen. Digital können kleinste Abweichungen auch mit Kommastellen dargestellt werden.“ Besonders bei Wettkämpfen sei das ein deutlicher Gewinn.

„Sponsoren und auch neue Mitglieder sind uns immer willkommen!“, versichert der amtierende Kaiser der Mecklenbecker Schützenbruderschaft Norbert Mühlenkord.

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