Ärger um gestrichene Haltestelle
Christoph-Bernhard-Graben soll wieder angefahren werden

Münster-Mecklenbeck -

Eine Mecklenbecker Seniorin setzt sich dafür ein, dass die Busse der Linie 10 möglichst bald wieder in ihrer Nachbarschaft Station machen.

Donnerstag, 01.08.2019, 19:00 Uhr
Bedingt durch die neu eingerichtete Kleinbuslinie 20 – hier eines der Fahrzeuge – fährt die Linie 10 den Christoph-Bernhard-Graben zum Ärger etlicher Mecklenbecker nicht mehr an.
Bedingt durch die neu eingerichtete Kleinbuslinie 20 – hier eines der Fahrzeuge – fährt die Linie 10 den Christoph-Bernhard-Graben zum Ärger etlicher Mecklenbecker nicht mehr an. Foto: sch

Marianne Schuster bleibt hartnäckig: Die Mecklenbecker Seniorin, die sich – wie berichtet – über den geänderten Verlauf der Stadtbuslinie 10 ärgert, will nicht klein beigeben. Sie fordert, dass die aufgrund der neu eingerichteten Kleinbuslinie 20 unlängst gestrichene Haltestelle Christoph-Bernhard-Graben – und möglichst auch die Haltestelle St.-Anna-Kirche an der Straße Am Hof Hesselmann – eher heute als morgen wieder angefahren werden.

Mit Protestschreiben hatte sich die Seniorin bereits ans Beschwerdemanagement der Stadtwerke sowie an Oberbürgermeister Markus Lewe gewandt. Mit ihrem Anliegen werde sie sich jetzt auch an die münsterischen Grünen wenden, schreibt Marianne Schuster der Redaktion unserer Zeitung. Zumal diese verkehrspolitisch etwas bewegen wollten. Vom Oberbürgermeister, der gar kein Interesse an ihrem Anliegen gezeigt habe, sei sie enttäuscht: „Ich hatte ihn als bürgernah gesehen, davon merken wir hier leider nichts.“

Von Seiten der Stadtwerke war Marianne Schuster aufgrund ihrer Beschwerde darauf hingewiesen worden, dass die Fahrtroutenänderung der Linie 10 im Zusammenhang mit der Einrichtung der Kleinbuslinie 20 und der Reaktivierung des Schienenhaltepunkts Mecklenbeck zu sehen sei. Erste Erfahrungen mit der Linie 20 (verbindet Albachten, Roxel und Mecklenbeck) und der geänderten Linienführung seien durchweg positiv, hieß es. Die Fahrgastzahlen seien deutlich gestiegen.

Zudem gab es die Auskunft: „In Anbetracht der dargelegten Sachlage bitten wir um Verständnis, dass wir die gegenwärtige Linienführung im Stadtteil Mecklenbeck zunächst beibehalten möchten. Abhängig von den Erfahrungen, die wir sammeln, wäre eine Änderung zum Fahrplanwechsel Anfang 2020 möglich.“

Für Marianne Schuster ist eine solche Auskunft alles andere als hilfreich. Die Mecklenbeckerin wohnt – so wie etliche andere verärgerte Senioren auch – am Christoph-Bernhard-Graben und hatte bislang durch die Linie 10 eine gute Anbindung an die Stadt und auch ans Bürgerzentrum Hof Hesselmann, die Heroldstraße und den Waldweg. Doch diese Anbindung ist bedingt durch die neue Linienführung nicht mehr gegeben. Um auf die Linie 10 zu gelangen, müssen die Senioren in den Kleinbus umsteigen, was für Nutzer von Rollstühlen und Rollatoren äußerst beschwerlich sei und Zeit in Anspruch nehme. Zwei Stationen im Bus oder ein längerer Fußweg von 15 Minuten zur nicht abgesenkten und schlecht ausgestatteten Haltestelle am Dingbängerweg seien zu bewältigen, moniert Marianne Schuster.

Die Seniorin setzt sich dafür ein, dass die Busse der Linie 10, die dreimal pro Stunde unterwegs sind, zweimal auf der geänderten Runde fahren. Wenigstens einmal stündlich soll die 10 jedoch in beide Richtungen durch den Christoph-Bernhard-Graben fahren, um die dortige Haltestelle zum Wohle der dort wohnenden Mecklenbecker zu bedienen: „Damit wären wir alle zufrieden.“

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