Neues Flüchtlingsheim
Sieben Familien ziehen ein

Münster-Mecklenbeck -

Am Dingbängerweg im Herzen Mecklenbecks wird in Kürze ein neues stationäres Flüchtlingsheim eröffnet. Vorab gab es für interessierte Bürger eine Infoveranstaltung.

Freitag, 09.08.2019, 19:00 Uhr aktualisiert: 13.08.2019, 17:00 Uhr
Eine Expertenrunde stand nach dem Rundgang durch das neue Flüchtlingsheim am Dingbängerweg in Mecklenbeck Interessierten Rede und Antwort (v.l.): Sebastian Albers, Prokurist der Wohn- und Stadtbau, Sozialarbeiterin Nina Herbstmann, Bezirksbürgermeister Stephan Brinktrine, Hausmeister Sedat Bozkurt sowie die beiden Sozialarbeiter Jan Rothenbücher und Armin Kortemeyer.
Eine Expertenrunde stand nach dem Rundgang durch das neue Flüchtlingsheim am Dingbängerweg in Mecklenbeck Interessierten Rede und Antwort (v.l.): Sebastian Albers, Prokurist der Wohn- und Stadtbau, Sozialarbeiterin Nina Herbstmann, Bezirksbürgermeister Stephan Brinktrine, Hausmeister Sedat Bozkurt sowie die beiden Sozialarbeiter Jan Rothenbücher und Armin Kortemeyer. Foto: ann

Eine neue Flüchtlingsunterkunft in Münsters Westen: Sieben Familien mit insgesamt 45 Personen im Alter zwischen einem und 97 Jahren werden in Kürze in den Neubau am Dingbängerweg einziehen. Sie kommen aus Syrien, Albanien und dem Irak. Fast alle haben schon in anderen Unterkünften in Münster gelebt, vornehmlich in der Einrichtung am Hafkhorst.

Eine rosarote Brille habe er nicht auf, sagt Bezirksbürgermeister Stephan Brinktrine. Aber was er sehe, fände er auch ohne Weichzeichner durchweg sehr erfreulich. „Es funktioniert gut mit den festen Unterkünften. Die Geflüchteten nehmen sie gut an, und in der Bevölkerung besteht eine klare Akzeptanz“, urteilte er bei der Infoveranstaltung mit Mitarbeitern des Sozialamtes und einem Vertreter des Wohnbauunternehmens Wohn- und Stadtbau.

Durch die Umverteilung sollen andere Quartiere entlastet werden. Ziel ist, dass alle Menschen mit einer Aufenthaltsberechtigung, die auch dauerhaft bleiben wollen, auf dem freien Wohnungsmarkt eine Wohnung finden. Das sei nicht einfach, habe aber in diesem Jahr schon bei 300 Personen geklappt. Im vergangenen Jahr sogar bei 700, wie die Koordinatoren im Sozialdienst für Flüchtlinge, Nina Herbstmann und Armin Kortemeyer, berichteten. Derzeit gebe es 1720 Flüchtlinge in Münster. Sie lebten in 35 Übergangseinrichtungen in fast allen Stadtteilen, 19 Unterkünfte davon seien dauerhaft konzipiert.

„2015 war das Jahr mit enorm hohen Flüchtlingszahlen, seitdem sind sie deutlich zurückgegangen. Die aktuelle große Herausforderung ist die Schließung und die Rückgabe temporärer Einrichtungen“, berichteten die Sozialarbeiter. Ein ganz großes Lob ging an die vielen ehrenamtlichen Helferinnen und Helfer. „Ohne sie würde es in Münster nicht so funktionieren“, betonte auch der Bezirksbürgermeister und ermunterte die Anwesenden sich zu engagieren. „Willkommen in Mecklenbeck“ – so auch der Name der Internet-Website – sei eine beispielhafte Initiative.

Auf Fragen der Mecklenbecker, die nachmittags die Gelegenheit genutzt hatten, sich in den Räumen in der neuen Flüchtlingsunterkunft am Dingbängerweg umzuschauen, wurde auch eingegangen. Ein starker Personalwechsel bei den Sozialarbeitern wurde beklagt, auch ihre schlechte Erreichbarkeit. „Manchmal kommt das Leben dazwischen“, erklärte Brinktrine den zeitweiligen Notstand und wies auf Krankenstände hin. Aber die Sorge, dass man nun vielleicht als Frau abends nicht mehr sicher über den Dingbängerweg gehen könne, wurde vom Forum vehement zurückgewiesen. Dafür gebe es auch bei den Unterkünften in anderen münsterischen Stadtteilen keinerlei Belege.

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