MGV Concordia Mecklenbeck
Ein gelungenes Experiment

Münster-Mecklenbeck -

Beim großen Konzert, das der MGV Concordia zusammen mit dem MC Liederhort Sudmühle und dem MGV „Cäcilia“ Handorf bestritt, war auch ein Kinderchor mit von der Partie. Die Nachwuchssänger begeisterten.

Montag, 23.09.2019, 19:00 Uhr aktualisiert: 25.09.2019, 12:16 Uhr
Die drei Erwachsenen-Chöre erwiesen sich beim Gemeinschaftskonzert in der Peter-Wust-Schule als stimmgewaltig.
Die drei Erwachsenen-Chöre erwiesen sich beim Gemeinschaftskonzert in der Peter-Wust-Schule als stimmgewaltig. Foto: sn

Chorleiter Thomas Wemhoff blickte immer wieder fast ungläubig ins Publikum und flüsterte zur ersten Reihe: „Das ist klasse!“ Die Sangeskunst der Jungen und Mädchen der Peter-Wust-Schule begeisterte nicht nur ihn. Die Dritt- und Viertklässler der Grundschule hatten sich einiges getraut: Sie traten am Sonntag gemeinsam mit drei Erwachsenen-Chören auf, nämlich mit dem MGV Concordia Mecklenbeck, dem MC Liederhort Sudmühle und dem MGV „Cäcilia“ Handorf. Das Ergebnis war überwältigend.

„Die singen schön!“, meinte Wemhoff, der alle drei Erwachsenen-Chöre leitet. Das Motto des Tages: „Sing mit mir“. Es gehe um Freude, Frieden und Brüderlichkeit, meinte Concordia-Vorsitzender Uwe Dutkiewitz : „Das wollen wir mit dem Singen ausdrücken.“ Der Auftritt von insgesamt vier Chören sei dabei eine Premiere. 53 Sänger, 31 Kinder und 190 Zuhörer – das waren die wichtigsten Zahlen des Abends. Besonders freuten sich die Sänger des MGV Concordia, dass sie den langjährigen Chorleiter Ralph Edelhoff dafür gewinnen konnten, sie musikalisch zu begleiten.

Mit „Frisch gesungen“ ging es los, dann hieß es „Die Nacht (wie schön bist du)“, und es folgte der „Mitternachtsblues“. Der Auftritt der Kinder nahte. Es handelt sich dabei um einen „Jekiss“-Chor. „Jedem Kind seine Stimme“ ist ein Programm des Landes NRW, das die musikalische Entwicklung von Schülern fördern soll.

„Die freuen sich, die haben Spaß am Singen“, meinte Jekiss-Chorleiterin Heike Janzen. Auch Auftrittserfahrung hätten die Jungen und Mädchen: Die Viertklässler traten schon bei den Aasee-Serenaden auf. Dann erklang es schon: „A-weema-weh, a-weema-weh, a-weema-weh, a-weema-weh.“ Unverkennbar, es handelte sich um den Song: „In the Jungle“, und anschließend gab es „Un poquito cantas“.

Schließlich waren wieder die Erwachsenen dran. Höhepunkt am Ende des ersten Teils war auch ein Frühwerk von Udo Jürgens, nämlich „Ich glaube“, das noch vor seinem Grand-Prix-Gewinn mit „Merci Cheri“ entstand.

Schon in der Pause war klar: Das Experiment war gelungen. Beeindruckend auch die Vielseitigkeit der Musikstile an diesem Abend, das zeigte sich einmal mehr im zweiten Teil. Mozart war zu hören („O Schutzgeist, alles Schönen“), das flotte „Sing mit mir“ von Milton Ager, aber auch etwa „Applaus, Applaus“ von den Sportfreunden Stiller, das der Jekiss-Chor sang. Passend zu dem Leitgedanken des Konzerts sangen die Männerchöre „Für den Frieden in der Welt“, das viele als Eurovisions-Fanfare kennen. Zum Schluss – inzwischen waren Kinder und erwachsene Sänger gemeinsam auf der Bühne – gab es mit „Freude schöner Götterfunken“ noch mal einen markanten Glanzpunkt.

„Ihr habt lebhaft gesungen“, lobte MGV-Concordia-Vorsitzender Uwe Dutkiewitz. Es gab ein Geschenk für die Schüler, nämlich Noten. Eine klare Aufforderung an den Nachwuchs, weiter zu singen. Der gemeinsame Auftritt war vielleicht nicht der letzte: „Ich würde es jederzeit wieder machen!“, meinte Thomas Wemhoff.

Zum Thema

Der nächste Auftritt des MGV Concordia in Mecklenbeck ist das Adventskonzert in der Martin-Luther-Kirche am 8. Dezember (Sonntag) ab 16 Uhr.

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