Altenroxeler Straße
Stadt hängt „SR 4-Radarkasten“ auf

Münster-Roxel/Münster-Mecklenbeck -

Wiederholt wurde der Stadt von gefährlicher Raserei auf der Altenroxeler Straße berichtet. Das hat dazu geführt, dass dort eine Woche lang das Verkehrsaufkommen aufgezeichnet wurde.

Mittwoch, 09.10.2019, 21:00 Uhr aktualisiert: 10.10.2019, 11:26 Uhr
Eine Woche lang zeichnete das einem Briefkasten ähnelnde „SR 4-Seitenradargerät“ das Verkehrsaufkommen auf der Altenroxeler Straße auf. Anwohner ärgern sich darüber, dass dort immer wieder viel zu schnell gefahren wird.
Eine Woche lang zeichnete das einem Briefkasten ähnelnde „SR 4-Seitenradargerät“ das Verkehrsaufkommen auf der Altenroxeler Straße auf. Anwohner ärgern sich darüber, dass dort immer wieder viel zu schnell gefahren wird. Foto: sch

Dass die Altenroxeler Straße – sie ist eigentlich dem Anliegerverkehr und der Zufahrt zu den dort ansässigen Betrieben (Gärtnerei Orschel, Reitschule Hippo-Fun, Jacques‘ Wein-Depot, Hofladen Wildermann) vorbehalten – tagaus, tagein illegal von ortsfremdem Schleichverkehr genutzt wird, ist kein Geheimnis. Obendrein soll dort trotz „Tempo 50“ auch ständig gerast werden. Das hat die Stadt nun erneut veranlasst, den Verkehr auf der Straße zu erfassen.

Zum mittlerweile dritten Male – zuvor im Oktober vergangenen Jahres – wurde dafür jetzt laut Patrick Sroka , Sachgebietsleiter Technik des städtischen Ordnungsamts , an der Altenroxeler Straße das „SR 4-Seitenradargerät“ installiert. Das unscheinbare kleine Gerät, das an einem Pfahl unterhalb eines Schildes festgeschraubt wurde, nahm am Straßenrand sieben Tage lang rund um die Uhr Messungen vor. Es zeichnete auf, wie viele Fahrzeuge die Anliegerstraße passieren und wie schnell sie sind. Obendrein kann das einem Briefkasten ähnelnde „SR 4“ auch noch zwischen Pkw und Lkw unterscheiden.

Hintergrund der aktuellen Messungen ist laut Sroka, dass es wiederholt Klagen über gefährliche Raserei auf der Altenroxeler Straße gegeben habe: „Eine Anwohnerin hat sich diverse Male bei uns beschwert, dass dort zu schnell gefahren wird.“ Das habe unlängst dazu geführt, dass vier zusätzliche Hinweisschilder installiert worden seien, die auf die maximal zulässige Geschwindigkeit von 50 Kilometern pro Stunde hinweisen. „Wir hoffen, dass das zu einer deutlichen Verbesserung führt“, sagt der Fachmann vom Ordnungsamt.

Anhand der Aufzeichnungen des Seitenradargeräts, die nun mittels eines Spezialprogramms am Computer ausgewertet werden müssen, will die Stadt prüfen, ob die Installation der Schilder im Hinblick auf die beklagten überhöhten Geschwindigkeiten möglichst weitgehend Abhilfe geschaffen hat. Wird „Tempo 50“ von weniger als 85 Prozent der Verkehrsteilnehmer nicht eingehalten, dann besteht aus Sicht der Verwaltung Handlungsbedarf.

Dass das „SR 4-Seitenradargerät“ bereits seit rund sechs Jahren im münsterischen Stadtgebiet zum Einsatz kommt, ist laut Patrick Sroka alles andere als ungewöhnlich. „Wir hängen es immer wieder an den verschiedenen Stellen auf. Immer dort, wo es Beschwerden gibt.“ Drei der Messgeräte stehen der Stadt zur Verfügung.

Dass es Sinn macht, die Situation an der Altenroxeler Straße aufgrund der Beschwerden erneut unter die Lupe zu nehmen, erscheint verständlich. Zumal darüber – wie berichtet – auch schon in der Bezirksvertretung Münster-West gesprochen wurde: „Es ist wirklich gefährlich auf dieser Straße. Da muss etwas passieren“, hatte Anke Pallas von den Grünen in einer der Sitzungen gewarnt und dabei effektive Maßnahmen zur Eindämmung von Raserei und illegalem Durchgangsverkehr gefordert.

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