Mecklenbecker Stadtbereichszentrum wurde verkauft
Neuer Eigentümer für das „Mecks“

Münster-Mecklenbeck -

Der neue Hausherr kam fast unbemerkt. Wie lange wird er bleiben?

Mittwoch, 16.10.2019, 17:56 Uhr aktualisiert: 16.10.2019, 18:19 Uhr
Das Stadtbereichszentrum „Mecks“ in Mecklenbeck hat neue Hausherren. Die Firma BMO Real Estate Partners kaufte es von der Johannes-Beese-Stiftung. Das 12 000 Quadratmeter große Geschäftszentrum an der Weseler Straße wurde 2014 eingeweiht.
Das Stadtbereichszentrum „Mecks“ in Mecklenbeck hat neue Hausherren. Die Firma BMO Real Estate Partners kaufte es von der Johannes-Beese-Stiftung. Das 12 000 Quadratmeter große Geschäftszentrum an der Weseler Straße wurde 2014 eingeweiht. Foto: sch

Das Stadtbereichszentrum „Mecks“ hat einen neuen Eigentümer. Die Johannes-Beese-Stiftung verkaufte es an die Firma BMO Real Estate­ Partners Deutschland. In der Fachpresse wird darauf verwiesen, dass die neuen „Mecks“-Besitzer es für ihren Immobilienfonds „Best Value Germany III“ erworben haben.

Das 12.000 Quadratmeter große Einkaufszentrum an der Weseler Straße wurde 2014 gebaut. Mieter sind dort zum Beispiel das Modegeschäft Robert Ley , das Dänische Bettenlager, der Modemarkt Takko oder der Discounter Aldi . Die Filiale des Schuhparks im „Mecks“ schloss vor Monaten.

Aus der „Mecks“-Geschäftsführung gab es gestern noch keine Auskunft darüber, was der Besitzerwechsel bedeuten könne. Die Auswirkungen seien noch nicht bekannt, hieß es.

Portfolio

Der 2017 eröffnete Fonds, dem das Stadtbereichszen­trum nun gehört, investiere in innerstädtische Einzelhandelsimmobilien deutscher Groß- und Mittelstädte, heißt es beim Fachdienst „im immobilienmanager“ im Netz. Der Fonds peile ein Gesamt-Investitionsvolumen von 300 Millionen Euro an. Über den Kaufpreise des „Mecks“ ist nichts zu erfahren. Es wird aber darauf hingewiesen, dass dessen Erwerb der neunte Zukauf für das Portfolio des Fonds sei.

Stephan Brinktrine (SPD), Bezirksbürgermeister für Münster-West, verweist angesichts des „Mecks“-Verkaufs auf die große Bedeutung dieses Einkaufszen­trums für die Bürger. „Das ist natürlich nicht nur für Mecklenbeck, sondern auch für Albachten eine wichtige Sache.“ Brinktrine betont zudem, dass seinerzeit bewusst darauf geschaut wurde, welche Geschäfte im „Mecks“ vertreten sein sollten. „Das ist bewusst ausgewählt worden“, so Brinktrine. Die Läden sollten „eine sinnvolle Ergänzung zum Angebot vor Ort“ sein.

Ortspolitik

Brinktrine glaubt nicht, dass sich durch den Eigentümerwechsel im Stadtbereichszentrum etwas ändert. Er weiß aber auch, dass die Ortspolitik bei entsprechenden Entscheidungen außen vor wäre: „Da haben wir keinen Einfluss drauf.“ Das „Mecks“ sei den „Mechanismen des Marktes“ unterworfen, denn die Stadt ist als Investor daran nicht beteiligt. Brinktrine mahnt in Zusammenhang mit entsprechenden Projekten eine städtische Beteiligung an, denn sonst gebe man „erstmal vieles aus der Hand“.

Der Bezirksbürgermeister vermutet, dass in einigen Jahren durchaus wieder ein Besitzerwechsel anstehen könnte. Da werde irgendwann „durchgetauscht – und dann geht es weiter“. Über die neuen – und künftige neue – „Mecks“-Eigentümer sagt Brinktrine: „Die wissen im Zweifel nicht mal, wo Mecklenbeck ist.“

https://event.yoochoose.net/news/705/consume/10/2/7004842?categorypath=%2F2%2F84%2F61%2F92%2F132%2F140%2F
Ende der Schlupfloch-Zeit für fünffache Gelbsünder in Sicht
Das Provozieren einer fünften Gelben Karte sollte möglichst bald aufhören.
Nachrichten-Ticker