Sozialkreis Mecklenbeck
Gewohnte Verbindungen fehlen

Münster-Mecklenbeck -

Die geänderte Streckenführung der Buslinie 10 in Mecklenbeck ärgert so manchen im Ort. Sie war Anlass zu einem Treffen des Mecklenbecker Sozialkreises, bei dem über den Öffentlichen Personennahverkehr diskutierte wurde.

Mittwoch, 13.11.2019, 19:00 Uhr aktualisiert: 14.11.2019, 18:22 Uhr
Standen bei der Veranstaltung des Mecklenbecker Sozialkreises zur Streckenführung der Buslinie 10 Rede und Antwort (v.l.): Manon Tietmeyer und Hendrik Werbick vom Sprecherteam des Kreises sowie Jochen Roes und Dietmar König von den Stadtwerken.
Standen bei der Veranstaltung des Mecklenbecker Sozialkreises zur Streckenführung der Buslinie 10 Rede und Antwort (v.l.): Manon Tietmeyer und Hendrik Werbick vom Sprecherteam des Kreises sowie Jochen Roes und Dietmar König von den Stadtwerken. Foto: ann

Passt ein Kleid über 25 Jahre lang einem Menschen gleichermaßen gut? Das ist kaum vorstellbar, weil der Mensch sich verändert. Auch Stadtteile verändern sich. Ein Netz des Öffentlichen Personennahverkehrs (ÖPNV), das vor 25 Jahren für einen Stadtteil „gestrickt“ wurde, muss heute nicht mehr unbedingt passen. Neue Baugebiete entstehen, und der Bedarf ändert sich. Das ist – auf eine einfache Formel gebracht – die Situation in Mecklenbeck.

Der Sozialkreis Mecklenbeck unter der Leitung des Sprecherteams Manon Tietmeyer (Paulushof) und Hendrik Werbick (Pfarrei St. Liudger) diskutierte jetzt mit den Verkehrsplanern Dietmar König von der Stadt und Ingenieur Jochen Roes von den Stadtwerken die Änderung der Linie 10. Eingeführt wurde die neue Streckenführung im April 2018 als ein Versuch, bei dem über zwei Jahre herausgefunden werden sollte, ob der veränderte Bedarf im Stadtteil auf diese Weise besser abgedeckt werden kann.

Im Vorfeld habe es – wie Dietmar König versicherte – zwar unter den Fachleuten intensive Diskussionen gegeben. Änderungen seien jedoch schlecht oder gar nicht kommuniziert worden. Das kritisierten auch Betroffene, denen plötzlich gewohnte Verbindungen fehlten.

Die mit einem Kleinbus neu installierte Linie 20 verbindet als „Blocklinie“ nicht nur Mecklenbeck mit Roxel und Albachten, sondern ist gewissermaßen auch der „Zubringer“ zu den Haltestellen der Linien 10, 15 und 16. Für Senioren mit einem Rollator, die dann Haltestellen mit Barrieren bewältigen müssen, sei das schwierig, erläuterte Beate Frankrone vom Sozialkreis.

Verkehrsplaner Dietmar König unterstrich, dass es sich bei dieser Änderung um einen Verkehrsversuch handle und erst, wenn über die Linienführung endgültig entschieden worden sei, die Haltestellen ausgebaut werden könnten. Allerdings habe die bisherige Auswertung der Fahrgastzahlen gezeigt, dass die neue Regelung zehn bis 15 Prozent mehr Fahrgäste beschert habe. Demnächst gebe es rund 1000 Einwohner mehr im Gebiet Schwarzer Kamp / Meyerbeerstraße, deren Interesse ebenfalls berücksichtigt werden müsse, unterstrich Bezirksvertreter Peter Wolfgarten vom Sozialkreis. „Es wird immer Gewinner und Verlierer geben.“

Eigentlich sei die Diskussion erst am Ende der Versuchszeit geplant gewesen, erklärten die Verkehrsplaner, aber: „Die Unruhe im Stadtteil hat uns überholt. Wir werden das Problem aufbereiten und zum Fahrplanwechsel im April 2010 über die Bezirksvertretung Münster-West einen neuen Vorschlag präsentieren, über den dann die Politik entscheiden muss.“ Allerdings dürfte auch der nicht von Dauer sein, denn wenn die Unterführung an der Heroldstrasse fertig ist, wird zwangsläufig neu nachgedacht werden müssen.

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