Sonstiges
Ausstellung Pötter

Münster-MECKLENBECK -

„Diese Ausstellung ist selten“, meint Karlheinz Pötter vom Mecklenbecker Geschichts- und Heimatkreis. Sie zeige, dass Mecklenbeck „zu allen Zeiten“ malerisch erfasst wurde. 140 Ansichten sind zu sehen, die die ganze Vielfalt des Stadtteils zeigen. Sie entstammen aus Privatbesitz und Museen. Karlheinz Pötter hat sie über viele Jahre fotografisch abgelichtet. Die große Sammlung einzigartiger Motive ist ab Donnerstag im Hof Hesselmann zu sehen. Auch Schüler haben eigene Werke beigetragen.

Montag, 18.11.2019, 18:16 Uhr
Der Mecklenbecker Geschichts- und Heimatkreis rund um Karlheinz Pötter (3. v. r. ) bereitet alles für die Ausstellungseröffnung am Donnerstag vor.
Der Mecklenbecker Geschichts- und Heimatkreis rund um Karlheinz Pötter (3. v. r. ) bereitet alles für die Ausstellungseröffnung am Donnerstag vor. Foto: sn

Rege Betriebsamkeit herrscht derzeit im Hof Hesselmann. Die Aktiven des Mecklenbecker Geschichts- und Heimatkreises bereiten alles für die Ausstellungseröffnung vor. 27 große Bildrahmen wird es geben mit Motiven des Ortes und Erklärtafeln. „Es ist zugleich ein kleines Jubiläum für uns, weil wir 2020 im 25. Jahr Ausstellungen in unserem gemeinschaftlichen und durch uns erstellten Bürgerzentrum veranstalten“, sagt Pötter .

Es gibt verschiedene Themenkreise, die die Geschichte des Ortes und ihre malerische Rezeption nachzeichnen. Zunächst geht es um Alt-Mecklenbeck um 1900. Natürlich dürfen Otto Modersohns Ansichten nicht fehlen, insbesondere die Motive des Aatals und von Haus Kump. Auch Aquarelle, Pläne, Drucke und Zeichnungen der alten St. Anna-Kirche ab 1845 bis 1972 gibt es, etwa von Emil Stratmann und Hermann Kersting.

„Wir leben in einer alten Bauerschaft, von der heute wenig zu sehen ist“, meint Karlheinz Pötter. Die Ausstellung wird insbesondere die alten Mecklenbecker Höfe zeigen, das Leben dort und ihre Bedeutung für die Entwicklung des Stadtteils. Der Meckmannshof und die Höfe an der Mecklenbecker Straße werden eine besondere Rolle spielen. Natürlich wird es aber auch um die Geschichte des Hof Hesselmanns gehen: Vom Kachelbild aus dem Jahr 1912 bis hin zu Fotografien von der Entstehung des Bürgerzentrums: Auf ganz verschiedene Weise können die Besucher in die Geschichte des Ortes eintauchen. Auch eine kleine Zeitreise in die alte Bauernschaft und dessen „Zentrum“ wird es geben.

Bilder von Mecklenbecker Persönlichkeiten werden ebenso zu sehen sein wie die der Mecklenbecker Nachbarschaften Altenroxel-Hohenfeld und Loevingloh, und auch Carl Herold, nach dem die Heroldstraße benannt ist, ist von einem unbekannten Künstler verewigt worden. Schließlich ein Blick in die Jetzt-Zeit: Es wird Ansichten der neuen St.-Anna-Kirche geben, der Martin-Luther-Kirche und des Friedhofs. Und es geht quer über den Globus: Die Pfarrkirche in Rio de Janeiro, in der Bischof Werner Siebenbrock wirkte, ist ebenfalls Bestandteil der Ausstellung. „Ich habe versucht, viele Aspekte von Mecklenbeck zusammenzufügen“, sagt Karlheinz Pötter, der aber auch einen Blick in die Zukunft werfen will. „Motivieren“ wolle er die neue Generation. Deswegen gab es einen Malwettbewerb von Dritt- und Viertklässlern der Peter-Wust-Schule und der Loevinglohschule. Sie sollten sich Gedanken machen über „Das schöne und das unschöne Mecklenbeck“ und malerisch festhalten. 15 Arbeiten wurden von einem Preisgericht unter der Leitung der Lehrerin und Künstlerin Marion Bathen ausgesucht und sind nun Teil der Ausstellung. Viele Spielmöglichkeiten haben die Jungen und Mädchen bildlich festgehalten, von der Skaterbahn bis zum Fußballfeld. Doch auch kleine Naturlandschaften zeichneten sie, und sogar das Aatal faszinierte die Kinder, so wie einst Otto Modersohn.

Die Eröffnung der Ausstellung „Mecklenbeck in malerischen Ansichten“ findet am Donnerstag, den 21. November, um 18. 30 Uhr im Hof Hesselmann statt, der Eintritt ist frei. Eine Einführung gibt es durch den Geschichts- und Heimatkreis. Peter Wolfgarten, der stellvertretende Bezirksbürgermeister, wird Preisgelder an die teilnehmenden Kunstgruppen der Peter-Wust-Schule und der Loevinglohschule überreichen.

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