Neue Ausstellung im Hof Hesselmann
Die ganze Vielfalt des Stadtteils

Münster-MECKLENBECK -

Die vielen Facetten ihres Stadtteils wollen sie zeigen. Aber vorher müssen sie kräftig anpacken.

Dienstag, 19.11.2019, 05:30 Uhr aktualisiert: 22.11.2019, 18:36 Uhr
Der Mecklenbecker Geschichts- und Heimatkreis rund um Karlheinz Pötter (3.v.r. ) bereitet alles für die Ausstellungseröffnung im Hof Hesselmann am Donnerstag vor. Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft des Stadtteils werden darin vorgestellt.
Der Mecklenbecker Geschichts- und Heimatkreis rund um Karlheinz Pötter (3.v.r. ) bereitet alles für die Ausstellungseröffnung im Hof Hesselmann am Donnerstag vor. Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft des Stadtteils werden darin vorgestellt. Foto: sn

„Diese Ausstellung ist selten“, sagt Karlheinz Pötter vom Mecklenbecker Geschichts- und Heimatkreis. Sie zeige, dass Mecklenbeck „zu allen Zeiten“ malerisch erfasst wurde.

40 Ansichten sind zu sehen, die die ganze Vielfalt des Stadtteils zeigen. Sie stammen aus Privatbesitz und aus Museen. Karlheinz Pötter hat sie über viele Jahre fotografisch abgelichtet. Die große Sammlung einzigartiger Motive ist ab Donnerstag (21. November) im Hof Hesselmann zu sehen. Auch Schüler haben eigene Werke beigetragen.

Rege Betriebsamkeit herrscht derzeit im Hof Hesselmann. Die Aktiven des Mecklenbecker Geschichts- und Heimatkreises bereiten alles für die Ausstellungseröffnung vor. 27 große Bildrahmen wird es geben mit Motiven des Ortes und erklärenden Tafeln. „Es ist zugleich ein kleines Jubiläum für uns, weil wir 2020 im 25. Jahr Ausstellungen in unserem gemeinschaftlichen und durch uns erstellten Bürgerzentrum veranstalten“, sagt Pötter.

Themenkreise

Es gibt verschiedene Themenkreise, die die Geschichte des Ortes und ihre malerische Umsetzung nachzeichnen. Zunächst geht es um Alt-Mecklenbeck um 1900. Natürlich dürfen dabei Otto Modersohns Ansichten nicht fehlen, insbesondere die Motive des Aatals und von Haus Kump. Auch Aquarelle, Pläne, Drucke und Zeichnungen der alten St.-Anna-Kirche aus der Zeit von 1845 bis 1972 gibt es, etwa von Emil Stratmann und Hermann Kersting.

„Wir leben in einer alten Bauerschaft, von der heute wenig zu sehen ist“, meint Karlheinz Pötter. Die Ausstellung wird insbesondere die alten Mecklenbecker Höfe zeigen, das Leben dort und ihre Bedeutung für die Entwicklung des Stadtteils. Der Meckmannshof und die Höfe an der Mecklenbecker Straße werden eine besondere Rolle spielen.

Kachelbild

Natürlich wird es auch um die Geschichte des Hofes Hesselmann gehen: vom Kachelbild aus dem Jahr 1912 bis hin zu Fotografien von der Entstehung des Bürgerzentrums. Auf ganz verschiedene Weise können die Besucher in die Historie des Ortes eintauchen. Auch eine kleine Zeitreise in die alte Bauerschaft und deren „Zentrum“ wird es geben.

Bilder von Mecklenbecker Persönlichkeiten werden ebenso zu sehen sein. Zum Beispiel kann man entdecken, wie Carl Herold aussah, nach dem die Heroldstraße­ benannt wurde. Außerdem werden die Nachbarschaften Altenroxel-Hohenfeld und Loevelingloh vorgestellt.

Rio de Janeiro

Schließlich gibt es einen Blick in die Gegenwart. Es wird Ansichten der neuen St.-Anna-Kirche geben, der Martin-Luther-Kirche und des Friedhofs. Und es geht quer über den Globus: Jene Pfarrkirche in Rio de Janeiro, in der der in Mecklenbeck geborene Bischof Werner Siebenbrock wirkte, ist ebenfalls Teil der Schau.

„Ich habe versucht, viele Aspekte von Mecklenbeck zusammenzufügen“, sagt Pötter. Er möchte mit der Schau aber auch einen Blick in die Zukunft werfen. Motivieren wolle er die „neue Generation“. Deswegen gab es einen Malwettbewerb von Dritt- und Viertklässlern der Peter-Wust-Schule und der Loevinglohschule. Sie sollten sich Gedanken machen zum Thema „Das schöne und das unschöne Mecklenbeck“ und es malerisch festhalten. 15 Arbeiten wurden von einem Preisgericht unter Leitung der Lehrerin und Künstlerin Marion Bathen ausgesucht. Sie sind nun Teil der Ausstellung. Viele Spielmöglichkeiten haben die Jungen und Mädchen bildlich festgehalten, von der Skaterbahn bis zum Fußballfeld. Doch auch kleine Naturlandschaften zeichneten sie, und das Aatal faszinierte die Kinder ebenfalls.

Preisgelder

Die Eröffnung der Ausstellung „Mecklenbeck in malerischen Ansichten“ findet am Donnerstag (21. November) um 18.30 Uhr im Hof Hesselmann statt. Der Eintritt ist frei. Eine Einführung gibt es durch den Geschichts- und Heimatkreis. Peter Wolfgarten, der stellvertretende Bezirksbürgermeister, wird Preisgelder an die Kunstgruppen der Peter-Wust-Schule und der Grundschule Loevelingloh überreichen.

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