Männerstammtisch der Pfarrei St. Liudger
Manchmal sind auch Frauen dabei

Münster-Mecklenbeck -

Beim Männerstammtisch der Pfarrei St. Liudger ging es diesmal um Adam und Eva, um Beziehungskrisen und um vieles andere mehr.

Mittwoch, 11.12.2019, 19:00 Uhr aktualisiert: 12.12.2019, 12:18 Uhr
Der Männerstammtisch diskutierte über „Adam und Eva“, über Liebe und Ehe und darüber, wie man Beziehungskrisen meistern kann. Pfarrer Timo Weissenberg, Wolfgang Duryneck. Maik Pollmeyer, Reinhold Leydecker, Monique Pollmeyer, Horst Stuhldreier (stehend, v.l.).
Der Männerstammtisch diskutierte über „Adam und Eva“, über Liebe und Ehe und darüber, wie man Beziehungskrisen meistern kann. Pfarrer Timo Weissenberg, Wolfgang Duryneck. Maik Pollmeyer, Reinhold Leydecker, Monique Pollmeyer, Horst Stuhldreier (stehend, v.l.). Foto: sn

„Wir werden Frauen nie verstehen“, meinte Maik Pollmeyer . „In der Tiefe unseres Wesens sind wir unterschiedlich.“ Dass Frauen bei einem Männerstammtisch zum Gesprächsthema werden, ist vielleicht nichts Ungewöhnliches. Doch dieses Mal ging es im Hof Hesselmann um ein urchristliches Thema, nämlich um „Adam und Eva“, und dazu waren auch Frauen eingeladen. „Es ist uns ein Anliegen, den Stammtisch zu öffnen“, betonte Pfarrer Dr. Timo Weissenberg .

Im Jahr 2017 war die Premiere des Männerstammtisches im Hof Hesselmann. Weissenberg hatte dazu eingeladen, so wie vorher schon in der Herz-Jesu-Gemeinde. Dort war es ein voller Erfolg, und so war es auch in Mecklenbeck. Am Dienstagabend galt das umso mehr: Das Kaminzimmer war proppenvoll belegt. Kein Wunder, dieses Mal waren die Frauen der Männer dabei. Übrigens nicht zum ersten Mal, auch bei verschiedenen politischen Themenabenden waren schon mal beide Geschlechter eingeladen.

Auch dieses Mal wollten die Männer Gesellschaft haben und miteinander diskutieren. Einen „Impuls“ hatten Maik und Veronique Pollmeyer angekündigt. Sie sind wie Weissenberg Mitglieder der Emanuel-Gemeinschaft und begleiten dort Ehepaare. Da habe er sich gedacht, so der Pfarrer: „Das wär doch was für uns.“

Und schon legten die beiden im Hof Hesselmann los. „Warum war Adam eigentlich so begeistert von Eva?“, fragte etwa Maik Pollmeyer in den Raum. „Und warum war Eva so begeistert von Adam?“ Weil die beiden erkannt hätten: „Da ist ein Wesen, das passt zu mir, und es steht mir direkt gegenüber.“ Dazu erklärten die Pollmeyers die umstrittene „Theologie des Leibes“, die Papst Johannes Paul II. vertrat. Mann und Frau seien Abbild Gottes: „Adam kriegt den Zugang zu Gott durch Eva.“ Genau wie umgekehrt. Im Paradies habe es noch eine „tiefe Liebe in Freiheit“ gegeben. Doch dann sei der Sündenfall gekommen und damit das Misstrauen. Seitdem sei das Paradies „geschlossen “.

Mal heiter, mal nachdenklich referierten die beiden über die Liebe, die Ehe und auch Krisen. Oftmals könne eine Eheberatung helfen, um das „gemeinsame Fundament“ wieder zu entdecken, auch wenn die anfängliche Verliebtheit zur Liebe geworden sei.

„Es gibt die Möglichkeit, gemeinsam ins Gespräch zu kommen“, spornte Weissenberg die Anwesenden nach dem „Impuls“ an. „Männer brauchen eine klare Ansage!“, meinte ein Gast. Ein anderer empfahl Männern wie Frauen, sie sollten, „60 bis 80 Prozent aller Erwartungen senken“. „Man braucht auch Bereitschaft zur Kommunikation. Wenn die nicht mehr da ist, dann ist das das Ende“, betonte eine Teilnehmerin.

Die Kommunikation zwischen Mann und Frau soll beim Männerstammtisch auf jeden Fall weitergehen. Aber nicht regelmäßig: „Bei besonderen Anlässen machen wir das“, meinte etwa Reinhold Leydecker. Fazit des Abends: „Frauen und Männer sind unterschiedlich“, meinte Maik Pollmeyer, „aber das ist nicht schlimm.“

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