St.-Anna-Gemeinde Mecklenbeck
Heiligabend in Brasilien verstorben

Münster-Mecklenbeck -

Trauer um Werner Siebenbrock: Der aus Mecklenbeck stammende ehemalige Bischof wurde 82 Jahre alt.

Montag, 30.12.2019, 20:00 Uhr
Der aus Mecklenbeck stammende ehemalige brasilianische Bischof Werner Siebenbrock (M.) ist an Heiligabend im Alter von 82 Jahren in Juiz de Fora verstorben.
Der aus Mecklenbeck stammende ehemalige brasilianische Bischof Werner Siebenbrock (M.) ist an Heiligabend im Alter von 82 Jahren in Juiz de Fora verstorben.

Tauer in der St.-Anna-Gemeinde: An Heiligabend (24. Dezember) ist im brasilianischen Juiz de Fora Bischof Werner Siebenbrock im Alter von 82 Jahren verstorben. „St. Anna trauert um ihn, weil er in Mecklenbeck aufgewachsen ist und immer engen Kontakt zu seiner Heimatgemeinde gehalten hat“, heißt es in einer Mitteilung der Gemeinde.

Siebenbrock wurde am 27. September 1937 geboren und wuchs am Waldweg auf. Nach dem Abitur am Ratsgymnasium und seiner Bundeswehrzeit trat er in den Orden der Steyler Missionare ein und studierte Theologie. 1965 wurde er zum Priester geweiht und feierte am zweiten Weihnachtstag seine Primiz in der St.-Anna-Kirche. Ein Jahr später ging er nach Brasilien, wurde dort Kaplan und später Pfarrer in der riesigen Gemeinde Christo Redentor in Rio. Bereits nach einem halben Jahr beherrschte er die portugiesische Sprache perfekt und begeisterte die Menschen durch seinen unermüdlichen Einsatz und seinen persönlichen Stil. 1988 wurde er Weihbischof in Belo Horizonte, dann Bischof von Nova Iguacú und seit 2002 von Governador Valadares. Seit 2014 war er im Ruhestand.

Siebenbrocks Verbindung zu seiner Heimatpfarre war immer eng. Oft besuchte er seine Eltern am Waldweg und zugleich viele befreundete Menschen in St. Anna und auch in Albachten.

In Brasilien gehörte sein Herz laut Mitteilung der St.-Anna-Gemeinde besonders den Armen. Immer wieder besuchte der Bischof die zahlreichen Armenviertel (Favelas) seiner Pfarrei. Er initiierte und unterstützte mit großer Kreativität viele Aktionen, vor allem für arme Kinder. „Unsere Gemeinde versuchte, ihm dabei zu helfen, zum Beispiel beim Aufbau der Kita St. Anna in Rio. Zum Zeichen der Verbundenheit bekam sogar eine unserer Kitas den Namen ,Maria Aparecida‘ nach dem bedeutendsten brasilianischen Wallfahrtsort“, so die St.-Anna-Gemeinde.

Nachdem Siebenbrock Bischof von Nova Iguacú geworden war, regte er die Partnerschaft mit der dortigen Hilfsorganisation Avicres an, die sich vor allem um ärmste Kinder und deren Familien kümmert. „Diese Verbindung bleibt natürlich nach seinem Tod weiter bestehen, es ist sein Vermächtnis an uns“, heißt es aus der St.-Anna-Gemeinde.

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