Sanierung Schwarzer Kamp: Anlieger sollen zahlen
Frostsicher und 11,50 Meter breit

Münster-Mecklenbeck -

Im Auftrag der Stadt sind Bauarbeiter mit schwerem Gerät am Schwarzen Kamp im Einsatz: Die Kanalisation wird erneuert und die Straße nach heutigen Standards ausgebaut.

Dienstag, 11.02.2020, 19:50 Uhr aktualisiert: 12.02.2020, 18:14 Uhr
Wird ausgebaut und soll zu einer Haupterschließungsstraße werden: der Schwarze Kamp in Mecklenbeck.
Wird ausgebaut und soll zu einer Haupterschließungsstraße werden: der Schwarze Kamp in Mecklenbeck. Foto: sch

Am Schwarzen Kamp wird derzeit kräftig gebaggert: Die Schmutzwasserkanalisation, Hausanschlussleitungen und die Straßenentwässerung werden erneuert. Hinzu kommt aber auch, dass die etliche Jahrzehnte alte Straße saniert und deshalb mit einer neuen Fahrbahn ausgestattet wird. Dafür sollen nach der Fertigstellung die Anlieger Beiträge leisten.

Wie aus der öffentlichen Beschlussvorlage zur Baumaßnahme am Schwarzen Kamp hervorgeht, stammt die Straße aus dem Jahr 1964, ist somit bereits rund 55 Jahre alt. Ein aktuelles Bodengutachten belege, dass weder die Fahrbahn noch die Gehwege ausreichend frostsicher ausgebaut seien, heißt es. Darüber hinaus wird darauf verwiesen, dass der Schwarze Kamp mit Blick auf das derzeit Zug um Zug entstehende anliegende Neubaugebiet und seiner künftigen Funktion als Haupterschließungsstraße verbreitert werden müsse. Der Ausbauquerschnitt von acht bis 8,50 Metern sei nicht ausreichend. „Daher ist eine Verbreiterung nach städtischen Standards mit einem Querschnitt von 11,50 Meter erforderlich“, legen die Fachleute des städtischen Tiefbauamts dar.

Doch nicht nur die Erneuerung der Fahrbahn, die einen durchgehend frostsicheren Oberbau erhalten wird, soll in Angriff genommen werden. Vielmehr ist auch das Anlegen von Parkstreifen geplant. Kosten in Höhe von etwa 1,4 Millionen Euro sind für die Straßensanierung veranschlagt. Die Anwohner sollen sich daran beteiligen, wie in der Beschlussvorlage klipp und klar erläutert wird: „Der verbreiterte, frostsichere Ausbau und das erstmalige Anlegen von Parkstreifen stellen im Verhältnis zum jetzigen Ausbau eine wesentliche Verbesserung dar und sind deshalb beitragsauslösend im Sinne des Straßenbaubeitragsrechts.“

Wie von Simon Verrieth vom städtischen Tiefbauamt zu erfahren, liegen die beitragsfähigen Kosten der Straßenbaumaßnahme im Schwarzen Kamp bei einer knappen Millionen Euro. Umlagefähig davon seien etwa 627 000 Euro.

Die Besitzer der am Schwarzen Kamp beheimaten Wohngrundstücke sollen sich laut Verwaltungsvorlage an den beitragsfähigen Kosten für die Fahrbahn mit 60 Prozent, für die Gehweg mit 70 Prozent, die Parkstreifen mit 80 Prozent und des Straßenbegleitgrüns mit 65 Prozent beteiligen. Erläuternd heißt es dazu im Exposé: „Ein durchschnittliches Wohngrundstück mit einer Grundstücksgröße von 300 Quadratmetern, zweigeschossig bebaut, muss mit einer voraussichtlichen Beitragsbelastung von 5220 Euro rechnen, bei einer dreigeschossigen Bauweise mit 6025 Euro.“

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