Elektro-Roller können nicht überall fahren
Endstation Kreisverkehr Mecklenbeck

Münster-Mecklenbeck -

Insbesondere an den Wochenenden sind am Rande Mecklenbecks des Öfteren abgestellte E-Scooter zu finden. Das hat einen ganz besonderen Grund.

Mittwoch, 19.02.2020, 19:20 Uhr
Immer wieder werden am Mecklenbecker Kreisverkehr Elektro-Scooter abgestellt: Dort endet das Einsatzgebiet der Leihroller.
Immer wieder werden am Mecklenbecker Kreisverkehr Elektro-Scooter abgestellt: Dort endet das Einsatzgebiet der Leihroller. Foto: sch

Manch einem, der in den vergangenen Monaten – insbesondere an einem der Wochenenden – am Kreisverkehr Mecklenbecker Straße / Fritz-Stricker-Straße vorbeigekommen ist, dürfte es aufgefallen sein: Immer wieder werden dort E-Scooter abgestellt. Von den Fahrern fehlt jegliche Spur. Was hat es damit auf sich?

Von einer Anwohnerin war zu erfahren, dass die schwarz-türkisen Leihroller des seit Mitte 2019 in Münster aktiven Berliner Anbieters „Tier Mobility GmbH“ recht häufig am Kreisel zu finden seien. Bis zu acht abgestellte Exemplare habe sie dort schon auf einen Schlag beobachten können. Manche würden auf dem Bürgersteig stehen gelassen, manche im angrenzenden Grünstreifen, manche an der Nord-, manche an der Südseite der Mecklenbecker Straße.

Darüber, was es mit den abgestellten Scootern auf sich hat, weiß die Anwohnerin aus eigener Erfahrung zu berichten: Als ihre Enkelin jüngst unbedingt mit einem der Roller fahren wollte, habe die Mutter es ihr ermöglicht. Doch das Kind sei enttäuscht gewesen, als der Roller am Kreisel plötzlich nicht mehr rollen wollte. Auf Nachfrage bei Tier habe man dann erfahren, dass am Kreisverkehr „Endstation“ für die Scooter sei.

„Unser Geschäftsgebiet endet dort“, sagt Steffen Hass , Münsters City-Manager der „Tier Mobility“. Ab dort würden die eigentlich bis zu 20 Kilometer schnellen Elektro-Roller auf schlappe fünf Kilometer pro Stunde abgebremst, sodass es keinen Sinn mehr mache, mit ihnen weiterzufahren. Außerdem gebe es per Handy-App den Hinweis, dass nicht weitergefahren werden dürfe. Hintergrund sei, dass es für das Unternehmen schlichtweg nicht wirtschaftlich sei, wenn Scooter vom Kerngebiet in der City in weit entfernte Stadtteile gefahren würden. Für „Tier Mobility“ lohne es sich nicht, einige wenige Roller aus den münsterischen Randgebieten zum Aufladen abzuholen.

Allerdings arbeitet das Unternehmen daran, seinen Geschäftsbereich zu erweitern. Mittlerweile seien unter anderem Fahrten in alle Teile Gievenbecks, nach St. Mauritz, Sentrup und in etwa die Hälfte des Kinderhauser Gebiets möglich, erläutert Steffen Hass.

Dass der Mecklenbecker Kreisverkehr insbesondere an Wochenenden gerne zum Abstellen der Roller genutzt wird, ist dem „Tier-City-Manager“ bekannt. Das habe damit zu tun, dass die Busanbindung in den betreffenden Bereich dann eher schlecht sei, und so manch einer vor allem abends dann gerne auf die E-Scooter zurückgreife.

Laut Steffen Hass ist es denkbar, dass „Tier Mobility“ sein Geschäftsgebiet möglicherweise im Sommer auch auf ganz Mecklenbeck ausdehnt. Hiltrup sei übrigens auch ein Option. Dass die E-Roller demnächst auch in Roxel oder Albachten im Einsatz sein könnten, glaubt der „City-Manager“ indes nicht.

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