Mecklenbecker Trio hat sich dem Müllsammeln verschrieben
Mit Sack und Zange auf Achse

Münster-Mecklenbeck -

Vorbildliches bürgerschaftliches Engagement: Eva Eggert und ihre Söhne bemühen sich darum, in ihrer Nachbarschaft für Sauberkeit zu sorgen.

Montag, 20.04.2020, 23:35 Uhr
Mit ihren Söhnen Carlos (l.) und Julius hat sich Eva Eggert dem engagierten Müllsammeln im Bereich der Schlautstiege, der Fritz-Stricker-Straße und des Mecklenbecker Kreisverkehrs verschrieben.
Mit ihren Söhnen Carlos (l.) und Julius hat sich Eva Eggert dem engagierten Müllsammeln im Bereich der Schlautstiege, der Fritz-Stricker-Straße und des Mecklenbecker Kreisverkehrs verschrieben. Foto: sch

Vor rund einem Jahr fing es an: Seitdem kümmert sich die Mecklenbeckerin Eva Eggert zusammen mit ihren beiden Sprösslingen Carlos (5) und Julius (3) darum, dass es an der Schlautstiege, rund um den Kreisverkehr an der Mecklenbecker Straße und an der Fritz-Stricker-Straße meist recht sauber aussieht. Das Trio hat sich in diesem Bereich das Müllsammeln auf die Fahnen geschrieben – und das mit großem Engagement.

Im meist zweiwöchigen Turnus ist Eva Eggert mit ihren Söhnen im betreffenden Areal auf Achse, um all das aufzusammeln, was von rücksichtlosen Zeitgenossen dreist in der freien Natur entsorgt wird. In Corona-Zeiten scheint dies sogar noch mehr zu sein als sonst. Mit dabei haben die Eggerts Sammelzangen und Müllsäcke, die sie befüllen und später in der heimischen Restmülltonne entsorgten.

Alles begann damit, dass der Familie immer wieder Müll und Unrat am Weges- und Straßenrand ins Auge fiel, und sich Carlos dann kurzentschlossen zum Geburtstag eine Sammelzange wünschte. Seitdem ist die junge um Umweltschutz und Nachhaltigkeit bemühte Mutter mit ihrem Nachwuchs immer wieder unterwegs, um in der Nachbarschaft der Schlautstiege für Sauberkeit zu sorgen.

Beim jüngsten Einsatz fiel den eifrigen Sammlern auf, dass an der Fritz-Stricker-Straße besonders viel Müll ins Grün geworfen worden war. Glas, Papier, Plastik, Verpackungsmaterial, ja sogar ein Nummernschild habe man dort gefunden, sagt Eva Eggert. Außerdem gab es eine Premiere: Erstmals landete eine Atemschutzmaske im Müllsack des Trios.

Im Bereich der Sitzbank, die sich nahe der Brücke am Kreisverkehr befindet, sei ein städtischer Abfallbehälter gut aufgehoben. Doch die Stadt lehne es ab, dort einen Behälter zu installieren, bedauert Eva Eggert. Auch andere Mecklenbecker seien der Ansicht und hätten bei den Verantwortlichen bereits nachgefragt. Doch man lehne den Wunsch mit der Begründung ab, dass der Ort von den Mitarbeitern nicht mit per Kfz angefahren werden könne. Dabei wimmele es im Bereich der Bank meist nur so vor Zigarettenkippen.

Es sei schade, dass die Aktion „Sauberes Mecklenbeck“ aufgrund der Corona-Krise in diesem Jahr nicht stattfinden könne, bedauert Eva Eggert. Nicht zuletzt deshalb möchte sie auch andere Mecklenbecker dazu motivieren, in der Freizeit Müll zu sammeln: „Jeder kann vor der eigenen Haustür etwas tun!“. Wenn sie mit Carlos und Julius sammelnd in Aktion sei, dann gebe es von aufmerksamen Mitbürgern dafür immer wieder positive Reaktionen.

https://event.yoochoose.net/news/705/consume/10/2/7377596?categorypath=%2F2%2F84%2F61%2F92%2F132%2F140%2F
Nachrichten-Ticker