Bahnübergang an der Weseler Straße soll umgestaltet werden
Schranken für Radler vorgesehen

Münster-Mecklenbeck -

Ein Gefahrenpunkt an der Weseler Straße soll beseitigt werden: Nach Informationen der Stadt will die Deutsche Bahn in absehbarer Zeit für mehr Sicherheit am Bahnübergang sorgen.

Dienstag, 02.06.2020, 23:36 Uhr aktualisiert: 09.06.2020, 17:02 Uhr
Der Bahnübergang an der Weseler Straße, an dem es keine Schranken für Radfahrer und Fußgänger gibt, soll zur Verbesserung der Verkehrssicherheit bis zum Jahr 2024 entsprechend umgebaut werden.
Der Bahnübergang an der Weseler Straße, an dem es keine Schranken für Radfahrer und Fußgänger gibt, soll zur Verbesserung der Verkehrssicherheit bis zum Jahr 2024 entsprechend umgebaut werden. Foto: sch

Über frohe Kunde von der städtischen Verkehrsplanung kann sich die CDU in der Bezirksvertretung Münster-West freuen – und so manch einer in Mecklenbeck wird dies sicherlich auch: Die Deutsche Bahn (DB) hat sich offenbar dazu bereiterklärt, den Bahnübergang an der Weseler Straße demnächst auch für nichtmotorisierte Verkehrsteilnehmer – sprich Fußgänger und Radfahrer – mit Schranken zu sichern. Immer wieder hatten sich in den vergangenen Jahren Bürgerinnen und Bürger und natürlich auch die Politik dafür stark gemacht.

Als im Juli vergangenen Jahres eine Radfahrerin am Bahnübergang von einem Zug erfasst und dabei schwer verletzt wurde, hatte die CDU sich für eine bessere Schrankensicherung eingesetzt und die Stadtverwaltung zur Kontaktaufnahme mit der Deutschen Bahn aufgefordert. Das hat Früchte getragen, wie das Tiefbauamt die Christdemokraten nun in einem aktuellen Schreiben wissen lässt.

Nach Angaben der städtischen Verkehrsplaner will die Deutsche Bahn den Bahnübergangs an der Weseler Straße in den kommenden Jahren erneuern. Dies soll im Zusammenhang mit geplanten Verbesserungen für den Radverkehr erfolgen, die die Stadt demnächst in Angriff nehmen will: Deren Verkehrsplaner, die auf zunehmenden Radverkehr auch aus den umliegenden Gemeinden verweisen, wollen den Abschnitt der Weseler Straße zwischen Untietheide und Heroldstraße überplanen. Das will die Bahn dazu nutzen, am dortigen Übergang ebenfalls tätig zu werden.

„Der Umbau des Bahnübergangs wird seitens der DB erfolgen. Die Vorgabe der Verkehrsplanung wird ein Bahnübergang mit Schranken für alle Verkehrsteilnehmer sein“, stellt Tiefbauamtsleiter Michael Grimm im Schreiben an die Christdemokraten klar. Auf Anfrage unserer Zeitung erläuterte er, dass die Bahn dies den städtischen Informationen zufolge „bis 2024“ in Angriff nehmen wolle. Das werde das Tiefbauamt natürlich dazu nutzen, um ihre Maßnahmen im betreffenden Bereich der Weseler Straße „so zu takten, dass es passt“.

Bei der CDU kommt diese Mitteilung verständlicherweise bestens an: „Das ist ein erfreuliches Signal im doppelten Sinne“, freut sich Bezirksvertreter Peter Wolfgarten über die Nachricht, dass die Deutsche Bahn bereit sei, den Bahnübergang Weseler Straße zu modernisieren und in diesem Zusammenhang auch für eine adäquate Sicherung des Fuß- und Radwegs durch Schranken zu sorgen.

„Der Ausbau des Überganges geschieht unabhängig von der bald anstehenden Entscheidung über die Varianten der Veloroute Senden – Münster im Stadtteil Mecklenbeck“, erläutert Wolfgarten in einer Mitteilung der Christdemokraten. In der Vergangenheit habe die Bahn eine Nachrüstung des Übergangs trotz mehrerer Anträge stets abgelehnt, weil eine Nachrüstung nach gültigem Regelwerk nicht mehr genehmigungsfähig sei, sondern dann ein Neubau der Bahnübergangssicherung erforderlich werde. Dazu scheine die Deutsche Bahn nun endlich bereit, zumal die Baumbergebahn inzwischen auch im Halbstundentakt zwischen Münster und Coesfeld verkehre.

„Die Überplanung des Bahnübergangs bietet nun auch die einmalige Gelegenheit, den einseitigen und gemeinsamen Fußgänger-/Radweg an der Weseler Straße zwischen Untietheide und Heroldstraße zu optimieren“, freut sich CDU-Ratskandidat Ulrich Möllenhoff über die neuen Perspektiven für den Fahrradverkehr in Mecklenbeck. Die Weseler Straße werde dann von der Sendener Stiege bis zur Heroldstraße über einen gemeinsamen Rad- und Fußweg auf Veloroutenniveau verfügen.

„Die Verkehrsplanung der Stadt Münster kann damit auch der steigenden Bedeutung des überörtlichen Radverkehrs an der Weseler Straße in Richtung Senden und Albachten Rechnung tragen“, unterstreicht Peter Wolfgarten.

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