CDU-Antrag: In Mecklenbeck soll es ruhiger werden
Weniger Verkehrslärm ist das Ziel

Münster-Mecklenbeck -

Die CDU-Fraktion der Bezirksvertretung Münster-West will den Mecklenbeckern dabei helfen, dass ihr es in ihrem Stadtteil weniger Krach von den Autobahnen gibt: Der münsterische Stadtteil soll in den städtischen Lärmaktionsplan aufgenommen werden.

Dienstag, 14.07.2020, 23:33 Uhr aktualisiert: 21.07.2020, 12:40 Uhr
Vom Lärm arg gebeutelt: Die Autobahnen am Rande ihres Stadtteils bescheren den Mecklenbeckern Tag für Tag reichlich Verkehrslärm.
Vom Lärm arg gebeutelt: Die Autobahnen am Rande ihres Stadtteils bescheren den Mecklenbeckern Tag für Tag reichlich Verkehrslärm.

Wiederholt hat es in den vergangenen Jahren von Mecklenbeckern – insbesondere aus der Waldwegsiedlung – die Forderung gegeben, krankmachenden Verkehrslärm wirkungsvoll einzudämmen. Die Siedlung müsse in den Lärmaktionsplan der Stadt Münster aufgenommen werden, fordert – wie berichtet – schon seit längerer Zeit eine Initiative. Doch geschehen ist bislang rein gar nichts. Das hat die CDU-Fraktion in der Bezirksvertretung (BV) Münster-West nun dazu veranlasst, sich per Antrag bei der Stadtverwaltung für Lärmschutz in Mecklenbeck stark zu machen.

In einem mehrseitigen Antragsschreiben bitten die Christdemokraten die Verwaltung um eine Überprüfung des noch aus dem Jahre 2008 stammenden Zahlenmaterials zum Thema Lärm und eine Darlegung, wer in Mecklenbeck aktuell unter wieviel Lärm zu leiden hat. Noch vor der nächsten Lärmaktionsplanung im Jahr 2022 soll nach den Vorstellungen der CDU ein „Lärmspaziergang“ durch Mecklenbeck unternommen werden. Mit dabei sein sollen nicht nur Verwaltungsfachleute und Politiker sondern alle betroffenen Bürger und Initiativen. Ziel müsse es sein, „den Lärm in Mecklenbeck zu reduzieren“.

Im Anschluss an die Lärmsanierung der Bahnstrecke im Bereich Mecklenbecks seien die Bewertungskriterien im Hinblick auf die Höhe der zulässigen Lärmpegel zugunsten der Anwohner geändert worden. Deshalb würden auch bereits lärmsanierte Streckenabschnitte wie zum Beispiel an der Straße Am Getterbach erneut überprüft, heißt es im Antrag der Christdemokraten. Sie fordern die Verwaltung um einen Bericht darüber auf, „mit welcher Priorität der Mecklenbecker Teil der Essener Bahnlinie behandelt wird, und wann mit einem Ergebnis gerechnet werden kann“.

Schon vor einigen Jahren hatte die Lärmschutz-Initiative aus dem Waldwegviertel gefordert, auf dem vierspurigen Autobahnzubringer zwischen dem Kreuz Münster-Süd und der Weseler Straße in beiden Richtungen eine Höchstgeschwindigkeit von 80 Kilometern pro Stunde einzuführen und bei künftigen Fahrbahnsanierungen Flüsterasphalt zu nutzen. Beides lässt bislang ebenfalls noch auf sich warten. Durch diese von der Initiative vorgeschlagenen Maßnahmen könne der Lärmpegel „signifikant abgesenkt“ werden, meint die CDU-Fraktion der BV West. Da einer Geschwindigkeitsreduzierung bislang nicht zustimmt worden sei, bittet sie die Fachleute der Verwaltung darum, „Wege aufzuzeigen, wie die Lärmpegel mit Zustimmung des Straßenbaulastträgers gesenkt werden können“.

Darüber hinaus möchten die Christdemokraten auch wissen, wieviel Verkehrslärm vom „Überflieger“ (dem gut 400 Meter langen Brückenbauwerk zwischen der A 1 und der A 43) ausgeht. Trotz einer Schallschutzwand werde dieser von vielen Mecklenbeckern „für Lärm im Stadtteil verantwortlich gemacht“.

In ihrem Schreiben weist die CDU unter anderem auch darauf hin, dass sie die Stadtverwaltung bereits im Oktober 2009 dazu aufgefordert habe, einen Lärmaktionsplan für den Stadtteil Mecklenbeck zu erstellen. Erklärtes Ziel sei es damals gewesen, eine dauerhafte Lärmminderung und damit auch Gesundheitsschutz zu erreichen sowie die Lebensqualität der Menschen im Stadtteil zu steigern. „Der Antrag wurde im Oktober 2010 als nicht sinnvoll und wirtschaftlich für Stadtteile abgelehnt“, erinnern sich die Christdemokraten. Mit ihrem neuerlichen Anlauf hoffen sie nun, Gehör zu finden.

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