Lademöglichkeiten für Elektroautos in Mecklenbeck-Mitte
Pilotprojekt auf dem Prüfstand

Münster-Mecklenbeck -

Die CDU in Münsters Westen setzt sich dafür ein, dass im Wohnquartier Mecklenbeck-Mitte Lademöglichkeiten für elektrisch betriebene Fahrzeuge eingerichtet werden. Die Verwaltung befasst sich mit dem Thema.

Dienstag, 28.07.2020, 21:51 Uhr aktualisiert: 04.08.2020, 18:08 Uhr
Mancher Besitzer eines Elektro-Fahrzeugs in Mecklenbeck-Mitte hofft darauf, demnächst – so wie hier an einem münsterischen Firmengelände in der City – in seiner Nachbarschaft E-Ladesäulen vorzufinden. Die Stadt befasst sich derzeit mit dem Thema.
Mancher Besitzer eines Elektro-Fahrzeugs in Mecklenbeck-Mitte hofft darauf, demnächst – so wie hier an einem münsterischen Firmengelände in der City – in seiner Nachbarschaft E-Ladesäulen vorzufinden. Die Stadt befasst sich derzeit mit dem Thema. Foto: sch

Aufgrund der besonderen Situation im Wohnquartier Mecklenbeck-Mitte, in dem bekanntlich das Errichten von Stellplätzen auf privaten Grundstücken planungsrechtlich nicht zulässig ist, prüft die Verwaltung aktuell Möglichkeiten, den Bewohnern eine öffentlich zugängliche Ladeinfrastruktur bereitzustellen.

Die örtlichen CDU-Ratskandidaten Dr. Ulrich Möllenhoff und Peter Wolfgarten waren von Anwohnern aus Mecklenbeck-Mitte gebeten worden, sie bei der Schaffung von Lademöglichkeiten für E-Autos zu unterstützen. Dies mündete – wie berichtet – im November 2019 in einen Antrag der CDU in der Bezirksvertretung (BV) Münster-West. Laut einer Mitteilung der Christdemokraten prüft die Verwaltung nun mit den Stadtwerken die Durchführung eines Pilotprojekts beziehungsweise die Ausweisung eines Pilotraums zur Bereitstellung von Ladeinfrastruktur im öffentlichen Raum. Dies geht aus einer Zwischenantwort der Verwaltung hervor, nachdem die CDU-Fraktion in der BV an ihren Antrag erinnert hatte.

Der Wandel hin zu elek­trisch betriebenen Fahrzeugen, so die Verwaltung im Sachstandsbericht weiter, erfordere ein Umdenken im Hinblick darauf, was den Vorgang und die Organisation des Tankens beziehungsweise Aufladens betreffe. E-Autos würden zumeist während des Parkvorgangs geladen. Das Aufladen finde somit im Regelfall zu den Zeiten statt, in denen das Fahrzeug ohnehin nicht bewegt werde – zum Beispiel während der Arbeitszeit, des Einkaufens oder über Nacht in den jeweiligen Wohnquartieren. 60 bis 85 Prozent der Ladevorgänge von E-Autos fänden deshalb im privaten Raum statt – entweder am Wohnstandort oder am Arbeitsplatz.

Wie die Verwaltung weiter mitteilt, befindet sich ein langfristiges Strategiekonzept, wie das Thema Elektromobilität auf dem münsterschen Stadtgebiet strukturiert und ganzheitlich bearbeitet werden kann, aktuell in Bearbeitung.

Einzelne Bausteine, wie die Installation von Ladepunkten im öffentlichen Raum auf der einen Seite oder die Förderung privater Ladesäuleninfrastruktur auf der anderen, sollen nach der Vorstellung der Stadtverwaltung die Verbreitung von Elektromobilität vorantreiben.

Erarbeitet wird das Elektromobilitätskonzept im Zusammenhang mit dem Masterplan „Mobilität Münster 2035+,“ einzelne Maßnahmen sollen jedoch zeitnah umgesetzt werden.

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