Beethoven-Konzert in der St.-Anna-Kirche
Hommage an einen Ausnahmekünstler

Münster-Mecklenbeck -

Zu einem ganz besonderen Konzert, das zu Ehren eines ganz besonderen Komponisten stattfand, wurde in die Mecklenbecker Pfarrkirche eingeladen.

Montag, 21.09.2020, 17:41 Uhr
Eine „Hommage an Beethoven“ brachten Caroline Kirchhoff (am Flügel) und Claudia Maria Korsmeier (Gesang) am Sonntagnachmittag in der St.-Anna-Kirche
Eine „Hommage an Beethoven“ brachten Caroline Kirchhoff (am Flügel) und Claudia Maria Korsmeier (Gesang) am Sonntagnachmittag in der St.-Anna-Kirche Foto: ann

„Eine Hommage an Beethoven“ fand am späten Sonntagnachmittag in der St.-Anna-Kirche statt. Wer sich bei einer Hommage für einen Ausnahmekünstler einen festlichen Rahmen vorstellt, der kam natürlich auf seine Kosten.

Strahlender Sonnenschein von draußen tauchte den Kirchenraum in weiches Licht, das der schwarze Flügel widerspiegelte. Ein schöner Rahmen für die Künstlerinnen Claudia Maria Korsmeier und Caroline Kirchhoff , die seitens der Kirchengemeinde vom Pastoralreferenten Hendrik Werbick begrüßt wurden. Etwa 60 Zuhörerinnen und Zuhörer hatten sich – mit coronabedingtem großen Abstand – zu dem Konzert eingefunden, das mit dem relativ populären Rondo C-Dur op.51, 1 leicht und fröhlich begann.

Sechs Lieder von Gellert op.48 folgten. Die „Bitten“, „Die Liebe des Nächsten“, „Vom Tode“, „Die Ehre Gottes aus der Natur“, „Gottes Macht und Vorsehung“ und „Bußlied“, gesungen von Claudia Maria Korsmeier (Alt), wurden am Flügel einfühlsam und differenziert von Caroline Kirchhoff begleitet.

Beide Mecklenbecker Musikerinnen mit professioneller Ausbildung haben seit vielen Jahren im In- und Ausland konzertiert und bei Rundfunkübertragungen und CD-Aufnahmen mitgewirkt. Sie arbeiten seit 20 Jahren als Liedduo zusammen.

Im Lied „Der Wachtelschlag“ (WoO 129) malt Beethoven musikalisch einen Sommertag mit dem typischen Balzruf der Wachtel, der mit dem Refrain „Liebe Gott / Lobe Gott / Traue Gott / Danke Gott“ aufgenommen wird. Das „Andante favori“ (WoO 57) zunächst als langer Satz für die Waldstein-Sonate komponiert, dann aber von Beethoven selbst herausgenommen, sei „etwas in Vergessenheit geraten“, wie die Pianistin bedauerte, zumal es ein vom Komponisten favorisiertes Stück gewesen sei. Zart und verhalten bis träumerisch vermittelte sie es den Zuhörern.

An wen Beethoven mit dem Liederzyklus „An die ferne Geliebte“ op.98 gedacht haben mag, darüber herrscht in der Forschung keine Einigkeit. Mit Wärme und Innigkeit trug Claudia Maria Korsmeier das bekannte Werk vor. Mit der Zugabe des Liedes „Ich liebe dich“ (WoO 123) bedankten sich die beiden Musikerinnen bei ihren Zuhörern in der St.-Anna-Kirche für den reichlichen Applaus.

https://event.yoochoose.net/news/705/consume/10/2/7595399?categorypath=%2F2%2F84%2F61%2F92%2F132%2F140%2F
Nachrichten-Ticker