Stadt will für Planung von Grundschulausbau-Projekten Architekten einladen
Wettbewerbe für Schulerweiterungen

Münster-West -

15 Architekturbüros sollen in den kommenden Monaten bei Wettbewerben grundlegende Planungsvorschläge für die Erweiterung der Grundschulen in Nienberge und Mecklenbeck erarbeiten. Juroren werden dann Mitte 2020 die Ergebnisse bewerten.

Montag, 30.11.2020, 23:14 Uhr aktualisiert: 02.12.2020, 18:07 Uhr
Vorplanungskonzepte für die Erweiterung der Nienberger Annette-von-Droste-Hülshoff-Schule (Foto) sowie der Mecklenbecker Peter-Wust-Schule sollen in den nächsten Monaten im Rahmen von Architektenwettbewerben erarbeitet werden.
Vorplanungskonzepte für die Erweiterung der Nienberger Annette-von-Droste-Hülshoff-Schule (Foto) sowie der Mecklenbecker Peter-Wust-Schule sollen in den nächsten Monaten im Rahmen von Architektenwettbewerben erarbeitet werden. Foto: sch

Als erstes Gremium wird sich am Donnerstag (3. Dezember) die Bezirksvertretung Münster-West mit dem Thema befassen. Läuft alles wie geplant, dann dürfte der Rat der Stadt Münster in seiner Sitzung am 9. Dezember (Mittwoch) „grünes Licht“ für das Vorhaben geben: Sowohl die Nienberger Annette-von-Droste-Hülshoff-Schule als auch die Mecklenbecker Peter-Wust-Schule sollen erweitert werden. Das Amt für Immobilienmanagement schlägt vor, dafür Wettbewerbe durchzuführen.

Laut einer öffentlichen Beschlussvorlage geht es darum, dass die Nienberger Grundschule so bald wie möglich für eine Dreizügigkeit ausgebaut wird. Dabei soll auch darauf geachtet werden, dass im geplanten Neubau zwei Räume für die örtliche Musikschule berücksichtig werden. Grundlage dafür soll das bereits im Jahr 2017 von der Politik beschlossene Musterraumprogramm sein.

Im Falle der Peter-Wust-Schule geht es darum, diese dahingehend auszubauen, dass dort vierzügig unterrichtet werden kann, was vor dem Hintergrund der Neubauaktivitäten in Mecklenbeck und dem damit verbundenen Zuzug junger Familien geboten erscheint. Auch dafür gibt es bereits ein beschlossenes Musterraumprogramm.

Das städtische Amt für Immobilienmanagement schlägt den politischen Gremien vor, für diese Ausbauprojekte Architektenwettbewerbe durchzuführen. Diese sollen als „Vorplanungskonzepte mit Kostenermittlung“ die Grundlagen für die Realisierung der Vorhaben liefern. Besagte Wettbewerbe, so heißt es in der Beschlussvorlage, sollen in einem nichtoffenen Verfahren durchgeführt werden. 15 Architekturbüros sollen daran teilnehmen dürfen. Fünf davon will die Stadt als Wettbewerbsausloberin selbst einladen. Um anderen Büros die Teilnahme zu ermöglichen, soll noch in diesem Jahr in Fachpublikationen und europaweit auf die anstehenden Wettbewerbe hingewiesen werden. „Aus dem Bewerberkreis werden weitere zehn Architekturbüros je Verfahren durch Losverfahren bestimmt“, erläutert das Amt für Immobilienmanagement.

Darüber, welche der Vorplanungskonzepte prämiert werden, die im Rahmen der Wettbewerbe für die beiden Schulen entstehen, soll ein neunköpfiges Preisgericht entscheiden. Diesem werden die eingereichten Konzepte anonymisiert vorgestellt. Den neun stimmberechtigten Fachleuten werden allerdings auch mehrere weitere Preisrichter – beratend und ohne Stimmberechtigung – zur Seite stehen. Darunter im jeweiligen Wettbewerb der Leiter der Nienberger Grundschule, Michael Kaulingfrecks, und sein Mecklenbecker Kollege Torsten Büscher.

Der Bewertung der Wettbewerbsbeiträge soll gemäß Vorschlag des Amts für Immobilienmanagent ein Kriterienkatalog zugrunde liegen. In diesen soll es unter anderem auch um die Berücksichtigung ökologischer Aspekte, um Nachhaltigkeit, Barrierefreiheit und um Wirtschaftlichkeit gehen.

„Durch die Wettbewerbskonkurrenz der Teilnehmer erhält die Stadt Münster eine Auswahl qualitativ hochstehender Lösungen, aus denen durch das Bewertungsgremium die beste Lösung der Planungsaufgabe ausgewählt werden kann“, erläutert das Amt für Immobilienmanagement. Darüber hinaus sollen die eingereichten Architektenvorschläge darauf hin geprüft werden, welche Kosten und Lebenszyklen mit ihrer Realisierung einhergehen.

Der Durchführung der Wettbewerbe soll sich in einem weiteren Verfahren im dritten Quartal 2021 die Vergabe der Planungsleistungen anschließen. Die Jury für den Wettbewerb der Peter-Wust-Schule soll am 25. Juni 2021, die für die Annette-von-Droste-Hülshoff-Schule bereits am 10. Juni 2021 tagen.

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