Landschaftspark Mecklenbeck: Kampfmittelbeseitigungsdienst schließt Bohrungen ab
Keine Bomben im Park gefunden

Münster-Mecklenbeck -

Da im Mecklenbecker Landschaftspark gefährliche Weltkriegshinterlassenschaften vermutet worden waren, wurden dort Sondierungsbohrungen vorgenommen. Glücklicherweise gab es keinen Bombenfund.

Donnerstag, 17.12.2020, 20:32 Uhr aktualisiert: 17.12.2020, 20:41 Uhr
Die Bohrlöcher im Mecklenbecker Landschaftspark, letzte Spuren der Bomben-Sondierung, werden wieder verschlossen, damit der Weg wieder freigegeben werden kann.
Die Bohrlöcher im Mecklenbecker Landschaftspark, letzte Spuren der Bomben-Sondierung, werden wieder verschlossen, damit der Weg wieder freigegeben werden kann. Foto: sch

Meck­lenbeckern, die in den vergangenen Tagen im Landschaftspark unterwegs waren, dürfte die unerwartete Baustelle sicherlich sofort aufgefallen sein. Ein Teil des vielgenutzten Weges nahe der Wacker-Sportanlage war gesperrt. Absperrbaken boten Fußgängern und Radfahrern Einhalt. Dahinter taten sich mitten auf dem Weg etliche kleine Krater auf, die irgendwie an Maulwurfsaktivitäten erinnerten. Was es damit auf sich hatte? Der Kampfmittelbeseitigungsdienst war aktiv.

Gleich an drei Tagen wurden auf dem Weg im südöstlichen Bereich des Landschaftsparks Sondierungsbohrungen vorgenommen, denn dort wurden Bomben aus der Zeit des Zweiten Weltkriegs vermutet.

Hintergrund der Aktion, so war vom städtischen Amt für Grünflächen, Umwelt und Nachhaltigkeit zu erfahren, ist die Tatsache, dass der betreffende Weg im ersten Quartal des neuen Jahres saniert werden soll. Dabei war nach Auswertung von Luftbildern aus früheren Zeiten, die der Bezirksregierung Arnsberg vorliegen, der Verdacht aufgekommen, dass es während des Kriegs im entsprechenden Bereich einen Bombeneinschlag mit gefährlichen Hinterlassenschaften gegeben haben könnte.

„Das ist glücklicherweise nicht der Fall gewesen“, freute sich der zuständige Mitarbeiter des Grünflächenamts nach dem Abschluss der Sondierungsarbeiten. In einem Radius von sechs Metern sei alle zwei Meter eine Bohrung vorgenommen worden. In sieben Metern Tiefe sei Erdreich auf Kampfmittel-Hinterlassenschaften untersucht und dabei nichts gefunden worden.

Am gestrigen Donnerstag fanden sich im Auftrag des Grünflächenamts Mitarbeiter einer Borkener Garten- und Landschaftsbau-Firma ein, um die Bohrlöcher zu verschließen und die Wege wieder freizugeben. Die Kraterlandschaft solle noch vor Weihnachten beseitigt werden, sodass von den Bohrlöchern keinerlei Gefahr für die Öffentlichkeit mehr ausgehe, erläutert der Fachmann des Grünflächenamts. Damit beim Verfüllen keine Hohlräume hinterlassen würden, werde Sand zusammen mit Wasser eingespült.

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