Neue Richtlinien bringen geringere Auslösewerte mit sich
Lärmschutz fürs Waldwegviertel

Münster-Mecklenbeck -

Gute Nachrichten fürs Mecklenbecker Waldwegviertel: Es sieht aktuell danach aus, dass einige Grundstückseigentümer Lärmsanierungsmaßnahmen beim Landesbetrieb Straßen NRW beantragen können.

Montag, 28.12.2020, 23:34 Uhr aktualisiert: 28.12.2020, 23:40 Uhr
Machen sich für nachhaltigen und wirkungsvollen Lärmschutz für den Stadtteil Mecklenbeck stark: die CDU-Ratsherren Peter Wolfgarten (l.) und Walter von Gövels beim Ortstermin an der B 51.
Machen sich für nachhaltigen und wirkungsvollen Lärmschutz für den Stadtteil Mecklenbeck stark: die CDU-Ratsherren Peter Wolfgarten (l.) und Walter von Gövels beim Ortstermin an der B 51. Foto: Heiner Witte

„Straßen NRW hat eine vorläufige Lärmberechnung für die Waldwegsiedlung vorgenommen und dabei die neuen Auslösewerte von 64 / 54 Dezibel (A) Tag / Nacht für die Beurteilung zugrunde gelegt. Danach treten voraussichtlich Überschreitungen der Auslösewerte in der Nacht an den zur B 51 nächstgelegenen Wohngebäuden auf.“

Ein Schreiben mit diesem Wortlaut hat die CDU-Fraktion der Bezirksverwaltung Münster-West von der Stadtverwaltung erhalten. Es handelt sich um eine Antwort auf einen Antrag für mehr Lärmschutz in Mecklenbeck, den die Christdemokraten – wie berichtet – im Juli dieses Jahres insbesondere mit Blick auf das Waldwegviertel und die Weseler Straße gestellt hatten. Nach Einschätzung der Verwaltung können Grundstückseigentümer ab 1. März nächsten Jahres im Zusammenhang mit der rechtlich verbindlichen Einführung der „Richtlinien für den Lärmschutz an Straßen“ (RLS 19) Lärmsanierungsmaßnahmen beim Landesbetrieb Straßen NRW beantragen.

„Der CDU-Arbeitskreis Verkehr und Mobilität hat die CDU-Ratsfraktion nun gebeten, eine Anfrage an die Verwaltung auf den Weg zu bringen, in dem die Auswirkungen der Änderung der Auslösewerte auf Münsters Bundesautobahnen A1 und A 43 in Gänze betrachtet werden soll“, berichteten die CDU-Ratsvertreter Peter Wolfgarten und Walter von Göwels bei einem Ortstermin an der B 51.

Darüber hinaus wollen die Christdemokraten von der Verwaltung wissen, so Walter von Göwels in einer Pressemitteilung, „ob die ab Mitte 2021 vorgesehenen bedeutsamen und komplexen Bauarbeiten an der Bundesstraße 51“ – gemeint sind der Ausbau der Spinne (Kreuzung B 51 mit der Weseler Straße), der Neubau der Busspur in beiden Richtungen auf der B 51, der Neubau des Überfliegers und die Fahrbahnsanierungen aufgrund unterschiedlicher Ausbauhöhen – „eine wesentliche bauliche Änderung“ darstellen. Zumal dies in reinen und allgemeinen Wohngebieten beziehungsweise Kleinsiedlungsgebieten mit geringeren Lärmschutzauslösewerten von 59 / 49 Dezibel (A) Tag / Nacht einhergehe als den bisherigen der Beurteilung zugrundeliegenden Auslösewerten von 70 / 60 Dezibel (A) Tag / Nacht. Würden die Immissionsgrenzwerte überschritten, dann gebe es einen gesetzlichen Anspruch auf Lärmschutz an der B 51, so Walter von Göwels.

Außerdem solle die Verwaltung prüfen, ob die Straßendeckschichten der B 51, die im Zusammenhang mit den umfangreichen Bauarbeiten erneuert werden müssten, nicht durchgehend mit Flüsterasphalt ausgestattet werden könnten, erläutert Peter Wolfgarten: „Flüsterasphalt dient dem Zweck, die Rollgeräusche von Autos effektiv zu dämpfen. Er trägt durch seine lärmmindernden Eigenschaften so unmittelbar zu einer größeren Lebensqualität der Anwohner bei.“

Erfreulich sei zudem, dass der von der CDU beantragte Lärmspaziergang mit betroffenen Bürgern und Initiativen durch den Ortsteil Mecklenbeck im Rahmen der frühzeitigen Öffentlichkeitsbeteiligung durchgeführt werden solle. Die Verwaltung habe dies zugesagt, freut sich Peter Wolfgarten. Der genaue Termin werde aber erst noch mit der Bezirksverwaltung abgestimmt und zu gegebener Zeit veröffentlicht.

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