Ehemaliger Zweitstandort der Peter-Wust-Schule soll reaktiviert werden
Wieder Unterricht am Schürbusch

Münster-Mecklenbeck -

Läuft alles nach Plan, dann sollen nach den Sommerferien 2021 wieder Grundschüler am einstigen Zweitstandort der Peter-Wust-Schule unterrichtet werden.

Freitag, 29.01.2021, 22:27 Uhr aktualisiert: 29.01.2021, 22:30 Uhr
Stimmt die Bezirksvertretung Münster-West dem Vorhaben zu, dann soll das einstige Zweitgebäude der Peter-Wust-Schule ab April für die geplante Folgenutzung renoviert werden.
Stimmt die Bezirksvertretung Münster-West dem Vorhaben zu, dann soll das einstige Zweitgebäude der Peter-Wust-Schule ab April für die geplante Folgenutzung renoviert werden. Foto: sch

Was wird aus dem ehemaligen Zweitstandort der Peter-Wust-Schule am Schürbusch 45? Diese Frage wird sich in den vergangenen Jahren sicherlich so mancher gestellt haben. Mitte 2013 hatte es einen öffentlichen Informationsabend gegeben, bei dem die Stadt kund tat, dass das Schulgebäude samt dazugehörigem rund 11 000 Quadratmeter großen Areal einem kleinen Wohngebiet mit Einfamilienhäusern weichen sollte. Doch das ist Schnee von gestern: Nach diversen Zwischennutzungen steht nun eine vorübergehende Reaktivierung des Schulgebäudes zur Debatte.

Das städtische Amt für Immobilienmanagement schlägt der Bezirksvertretung (BV) Münster-West als maßgeblichem Gremium vor, die Immobilie am Schürbusch wieder in Betrieb zu nehmen. Die dafür notwendigen Umbauten im Bestand sollen laut gestecktem Fahrplan bereits im April erfolgen, sodass das Schulgebäude nach den Sommerferien 2021 wieder genutzt werden kann.

Hintergrund des Vorhabens ist die Tatsache, dass der Hauptstandort der Peter-Wust-Schule am Dingbängerweg 80 erweitert werden soll, sodass die Mecklenbecker Grundschule vierzügig werden kann. Dies nicht zuletzt auch aufgrund der Tatsache, dass im münsterischen Stadtteil vermehrt neuer Wohnraum geschaffen wird, der den Zuzug junger Familien mit sich bringt.

Das ehemalige Schulgebäude soll während der Erweiterungsbauphase ab dem Unterrichtsjahr 2021 / 22 als Ausweichquartier dienen. „Derzeit ist die Interimslösung für einen Zeitraum von bis zu drei Jahren vorgesehen“, heißt es in der Beschlussvorlage, die das Amt für Immobilienmanagent der BV West präsentiert.

Das Gebäude am Schürbusch sei seit dem Sommer 2016 nicht mehr für schulische Zwecke genutzt worden. Bereits in den Vorjahren seien vor dem Hintergrund, dass der Standort aufgegeben werden solle, nur noch dringend notwendige Reparaturen vorgenommen worden. Die Immobilie habe in jüngster Zeit nur noch dem Amt für Schule und Weiterbildung als Lagerfläche gedient. Sie sei im Oktober vergangenen Jahres einem Instandhaltungs-Check unterzogen worden. Dabei habe sich nach Begutachtung des Sachverständigen gezeigt, „dass die gesamte Elektrotechnik erneuert werden muss, bevor sich wieder Schüler in dem Gebäude aufhalten können“, legt das Amt für Immobilienmanagement dar.

Darüber hinaus seien aber auch noch Renovierungsmaßnahmen wie Maler- und Sanitärarbeiten, die Montage von Splitterschutzfolien und ein Bearbeiten von Linoleumböden in Teilflächen erforderlich. Hinzu komme die Ausstattung der Klassenräume mit Tischen, Stühlen und Tafeln. Diese könnten allerdings am Hauptstandort der Peter-Wust-Schule nach dessen Erweiterung weiterverwendet werden.

Veranschlagt werden die Baukosten mit 290 000 Euro, wobei darauf verwiesen wird, dass alle neuen Verkabelungen lediglich als kostengünstige „Aufputz-Installation im Kabelkanal“ ausgeführt werden sollen. Zudem soll auf eine digitale Verkabelung für Präsentationstechnik verzichtet werden, denn nach der erfolgten Erweiterung des Hauptstandorts der Grundschule soll der Zweitstandort am Schürbusch endgültig aufgegeben werden. Kommt dann das einst geplante Wohngebiet?

https://event.yoochoose.net/news/705/consume/10/2/7791070?categorypath=%2F2%2F84%2F61%2F92%2F132%2F140%2F
Nachrichten-Ticker