Sanierung des Schulgebäudes am Schürbusch
Ohne barrierefreies WC geht es nicht

Münster-Mecklenbeck -

Der einstige Zweitstandort der Peter-Wust-Schule am Schürbusch soll eine temporäre Reaktivierung erfahren. Diesem Vorhaben des Amts für Immobilienmanagement hat die BV West „grünes Licht“ gegeben.

Freitag, 12.02.2021, 20:51 Uhr aktualisiert: 12.02.2021, 21:00 Uhr
Soll in Kürze saniert werden: das Schulgebäude am Schürbusch.
Soll in Kürze saniert werden: das Schulgebäude am Schürbusch.

Die Fraktionen waren sich einig: Mit einstimmigem Votum hat sich die Bezirksvertretung Münster-West dafür ausgesprochen, den einstigen Zweitstandort der Peter-Wust-Schule am Schürbusch für eine temporäre schulische Nutzung zu reaktivieren. Allerdings nicht ganz so, wie es sich die Verwaltung vorgestellt hatte: WC-technisch soll deshalb umgeplant werden.

Im Grundsatz kann alles so laufen, wie es Manuela Hilgenkamp vom städtischen Amt für Immobilienmanagement den Bezirksvertretern präsentierte: Das ehemalige Schulgebäude am Schürbusch soll saniert und bereits nach den Sommerferien für die Dauer von rund drei Jahren von Schulklassen belegt werden. Dadurch soll es möglich werden, dass der Hauptstandort der Peter-Wust-Schule vierzügig ausgebaut werden kann.

Keineswegs einverstanden war die BV West damit, dass es im sanierten Interimsgebäude keine barrierefreie Toi­lette geben sollte. Die Belange Behinderter müssten berücksichtig werden, so der einhellige Tenor. Eine Schule ohne barrierefreie Toilette sei nicht nutzbar, hob Grünen-Bezirksvertreter Kai Bleker hervor.

Man könne im Jahr 2021 kein Schulgebäude sanieren und dabei auf ein behindertengerechtes WC verzichten, unterstrich Sozialdemokrat Stephan Brinktrine. Und Christdemokratin Karin Park-Luikenga, frühere Leiterin des Stein-Gymnasiums, wies darauf hin, dass es bei der Schülerschaft stets Fluktuationen gebe. Deshalb sei es nicht machbar, wie von der Stadtverwaltung vorgesehen, am Schürbusch nur Klassen ohne Schüler mit Handicap zu unterrichten.

Nach dem Willen der BV West soll bei den in Kürzeanstehenden Sanierungsarbeiten ein barrierefreies Unisex-WC berücksichtigt werden. Für dessen Finanzierung, die laut Manuela Hilgenkamp 10 000 bis 20 000 Euro kosten könnte – muss allerdings noch gesorgt werden. Die Kosten für die bislang vorgesehene Gebäudeherrichtung werden mit 290  000 Euro veranschlagt.

Zudem soll die Verwaltung dafür sorgen, dass am Schürbusch zur Sicherheit der Schülerschaft Verkehrsberuhigungsmaßnahmen in die Wege geleitet werden.

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