Nach Baugrubenunfall von kleinem Jungen
Nachspiel: unterschiedliche Aussagen zu Rettungsaktion

Münster-Mecklenbeck -

Alena Winz war nach eigenem Bekunden maßgeblich an der Rettung des kleinen Jungen beteiligt, der am Montag an der Goldenbergstraße mit seinem Elektro-Spielfahrzeug in eine vollgelaufene Baugrube gefallen war. Sie meldete sich im Nachhinein zur Wort.

Donnerstag, 04.03.2021, 19:15 Uhr aktualisiert: 04.03.2021, 20:50 Uhr
Alena Winz, die an der Rettungsaktion am Montagabend beteiligt war, sah sich zusammen mit Peter Wolfgarten (l.) das Abpumpen des Wassers aus den vollgelaufenen Baugruben auf städtischem Terrain an. Andre Multhoff vom Amt für Immobilienmanagement nahm es vor.
Alena Winz, die an der Rettungsaktion am Montagabend beteiligt war, sah sich zusammen mit Peter Wolfgarten (l.) das Abpumpen des Wassers aus den vollgelaufenen Baugruben auf städtischem Terrain an. Andre Multhoff vom Amt für Immobilienmanagement nahm es vor. Foto: sch

Das städtische Amt für Immobilienmanagement hat seine Zusage eingehalten: Am Donnerstag war Mitarbeiter Andre Multhoff an den Baugruben neben der Goldenbergstraße im Mecklenbecker Neubaugebiet im Einsatz. Er pumpte einen Großteil des Wassers ab, in das – wie berichtet – am Montagabend laut Zeugenaussagen ein kleiner Jungen gefallen war und beinahe ertrunken wäre. Der Gefahrenpunkt soll zeitnah beseitigt und obendrein auch noch abgesperrt werden.

Mit von der Partie waren CDU-Ratsherr Peter Wolfgarten, der sich sofort für die Absicherung der Gefahrenstelle stark gemacht hatte, und Alena Winz. Die 27-jährige Mutter zweier Kinder war bei dem Unglücksfall nach eigener Aussage zugegen und demnach maßgeblich für die Rettung des Jungen verantwortlich.

Wie Alena Winz am Donnerstag unserer Zeitung berichtete, soll sich der Vorfall an der Baugrube, in die der kleine Junge mit seinem Elektrofahrzeug gefallen war , anders abgespielt haben, als tags zuvor von Marita Reimann geschildert. Nicht die 63-Jährige habe das Kind aus dem eiskalten Wasser gerettet, vielmehr sei sie es gewesen. Sie sei bis zur Hüfte in das zum Unglückszeitpunkt zirka 1,50 Meter hohe Nass geschritten, um dem Jungen Hilfe zu leisten. Dieser sei zuvor schon einige Zeit lang mit seinem Elektro-Quad am Rande der vollgelaufenen Baugrube umhergekurvt und dann urplötzlich hineingefallen, schildert Alena Winz die Situation.

Unterschiedliche Ansichten

Während sie den Jungen mit voller Kraft aus dem Wasser gezogen habe und dabei völlig durchnässt wurde, sei Marita Reimann auf dem Bürgersteig gewesen. Sie habe ihren Zwergspitz sowie die eigenen beiden Hunde festgehalten. Allerdings habe sie dem verunglückten Jungen, der panisch geschrien habe, Mut zu gesprochen. An seiner Rettung ausschlaggebend beteiligt gewesen sei sie aber nicht, versichert Alena Winz. Darüber hinaus sei es auch nicht der Fall gewesen, dass außer ihr und Marita Reimann niemand anderes vor Ort gewesen sei. Vielmehr habe es mehrere Leute gegeben, die tatenlos zugeschaut hätten.

Auf Nachfrage der Redaktion bekräftigte Marita Reimann jedoch ihre Version des Rettungsaktion. Es sei unzutreffend, dass sie nur am Rande gestanden habe: „Auch ich war im Wasser“, sagt die 63-Jährige und fühlt sich offenbar ebenso wie Alena Winz als Retterin. Zudem meldete sich in diesem Zusammenhang auch Leonardo Ferraro zu Wort: Alena Winz sei es gewesen, die dem Jungen das Leben gerettet habe, behauptet der Anwohner der Goldenbergstraße.

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