Landesbetrieb Straßenbau plant neue Kreuzung
Ampeln für den Hessenweg

Münster-Ost -

Bislang mündet der Hessenweg einfach so in den Schifffahrter Damm. Das wird eng, wenn erst die neue Umgehungsstraße angelegt ist und der Verkehr infolgedessen zunimmt. Deshalb soll die Straßenkreuzung völlig neu gebaut werden.

Sonntag, 21.10.2018, 16:42 Uhr
Veröffentlicht: Donnerstag, 18.10.2018, 08:00 Uhr
Zuletzt bearbeitet: Sonntag, 21.10.2018, 16:42 Uhr
Gegenüber der Einmündung des Hessenwegs in den Schifffahrter Damm wird derzeit die Zufahrt zu Gut Havichhorst gebaut. Ist sie fertig, soll an dieser Stelle eine völlig neue Straßenkreuzung entstehen.
Gegenüber der Einmündung des Hessenwegs in den Schifffahrter Damm wird derzeit die Zufahrt zu Gut Havichhorst gebaut. Ist sie fertig, soll an dieser Stelle eine völlig neue Straßenkreuzung entstehen. Foto: spe

Die Zeit drängt. Schon im kommenden Jahr möchte der Landesbetrieb Straßenbau NRW mit dem Ausbau des Knotenpunktes Schifffahrter Damm/Hessenweg beginnen. Was fehlt, ist der Baubeschluss. Und den hat der städtische Planungsausschuss in seiner jüngsten Sitzung noch einmal vertagt. Auch die Bezirksvertretung Münster-Ost, die nur knapp am selben Tag ihre Meinung hätte äußern dürfen, hat die Vorlage zurückgestellt. Die Bezirksvertreter ließen Diskussionsbedarf erkennen.

Worum geht es? Erstens wird – wie berichtet – die neue Zufahrt zum Gut Havichhorst an den Schifffahrter Damm so angeschlossen, dass die Einmündung des Hessenwegs zu einer Straßenkreuzung ausgebaut wird. Zweitens werden im Zuge dieses Ausbaus zwei neue Radweg-Verbindungen geschaffen: eine Fahrradstrecke von Gelmer nach Sudmühle und Handorf über Gut Havichhorst sowie ein neuer Fahrradweg am Schifffahrter Damm bis zur Sudmühlen­straße. Und drittens ist die neue Kreuzung ein Baustein für Münsters künftige Ost-Umgehung. Weil der Verkehr bis 2030 wegen der neuen Umgehungsstraße stark zunehmen wird, reicht die jetzige Hessenweg-Einmündung nicht mehr aus.

Die Planung des Landesbetriebs sieht eine vergleichsweise kleine Lösung mit Ampelanlage vor. Es soll 200 Meter vor dem Knotenpunkt jeweils zwei Geradeausspuren und eine Linksabbiegespur geben. In Fahrtrichtung Münster sei außerdem eine getrennte Rechtsabbiegespur in das Indus­triegebiet Hessenweg notwendig. Für Fußgänger und Radfahrer ist eine Furt vorgesehen.

 

Ampeln am Schifffahrter Damm? Das leuchtete den Bezirksvertretern nicht auf Anhieb ein. Wäre es nicht besser, der Verkehr würde künftig völlig unbehelligt bis zur Autobahn bei Greven fahren können? Renate Schmitz (SPD) brachte einen Kreisverkehr ins Gespräch, Peter Hemecker (Piraten) eine Unterführung wie in Gelmer. Beides hält Hubertus Ebbeskotte, Abteilungsleiter beim Landesbetrieb, für außerordentlich schwierig: „Der Eingriff wäre ungleich größer. Das steht nicht im Verhältnis zueinander.“ Beide Lösungen würden viel mehr Flächenverbrauch auf einer ohnehin begrenzten Fläche bedeuten, die Planung würde erheblich länger dauern, die Kosten wären höher. Die vom Landesbetrieb vorgeschlagene Lösung ermögliche den Ausbau „mit erträglichem Aufwand“ und relativ geringem Flächenverbrauch. So sei etwa weiterer Grunderwerb nicht notwendig.

„Erträglicher Aufwand“ heißt: Die Gesamtkosten betragen 1,8 Millionen Euro, an denen sich die Stadt mit 530 000 Euro beteiligen müsste. Allerdings ist die Maßnahme zu 60 Prozent förderfähig, die Anträge seien angemeldet worden. Im besten Fall käme die Stadt mit 212 000 Euro davon.

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