Nienberge
Plätschernde Steine und brennender Schrott

Mittwoch, 14.04.2010, 19:04 Uhr

Münster-Nienberge - Feuervögel und Wasserspeier werden unter anderem in der Ausstellung der Schrottkünstlerin Ulla Brüske und des Bildhauers Friedrich Wienhausen zu sehen sein, die vom 30. April bis zum 2. Mai jeweils von 10 bis 18 Uhr im Garten Wienhausen, Am Pastorenbusch 5, gezeigt wird. Zur Eröffnungsfeier am 30. April von 18 bis 22 Uhr sollen einige der Schrottskulpturen in Brand gesetzt werden.

Dazu werden entweder Behälter in die Skulpturen gesteckt, die mit Bioethanol gefüllt werden. „Oder der Körper der Skulpturen-Figur besteht selbst aus einem befüllbaren Behälter“, erzählt Ulla Brüske. Denn sie verwendet beispielsweise alte Mopedtanks für ihre fantasievollen Gestalten.

Dagegen wäre Friedrich Wienhausen eher für das Löschen zuständig. Schließlich plätschert es in seinem Garten allerorten. Seine Wasserspeier sind nicht auf Regen angewiesen, sondern werden von Pumpen gespeist. Außerdem hat er einige attraktive Wasserfälle und Brunnen geschaffen.

Wienhausen kommt vom Handwerk, hat die Bildhauerei gelernt und studiert. Unter anderem arbeitete er als Restaurator. „Ich bin auf vielen Kirchtürmen herumgeturnt“, erzählt der Nienberger. Ein Besuch in New York inspirierte ihn zu einigen seiner kon­struktiven Säulen und humorvollen Wasserspeier.

Ulla Brüske ist Hausfrau und Mutter. Sie malt bereits seit vielen Jahren und hat vor vier Jahren damit begonnen, aus Schrott Figuren zusammenzuschweißen. Das tut sie zu Hause an der Stefan-Zweig-straße, während Wienhausen in einer Werkstatt in der Billerbecker Bauerschaft Hamern arbeitet. „Bei mir geht es sehr laut und staubig zu, das kann man nicht im privaten Garten machen“, erläutert er.

Sind die Sandsteinblöcke, aus denen der Bildhauer seine Werke gestaltet, einst aus verwitterten Gesteinen auf natürliche Weise entstanden, indem sich lauter einzelne Sandkörner miteinander verkitteten, so ist das Rohmaterial von Ulla Brüske bereits zuvor von Menschenhand zu einem bestimmten Zweck geformt worden. Sie sammelt beispielsweise ausrangierte landwirtschaftliche Gerätschaften oder Fahrzeugteile, die sie auf Schrottplätzen findet. Ihr geübter Blick sieht in den Objekten entweder sofort oder nach geraumer Zeit ein neues Wesen.

Was entsteht, hängt bei Ulla Brüske davon ab, was sie findet. Dagegen arbeitet Friedrich Wienhausen auch auf Auftrag und gestaltet die Skulpturen ganz nach den Wünschen ihrer späteren Besitzer. An die 150 Objekte zeigen beide gemeinsam in ihrer zweiten Ausstellung.

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