Nienberge
Fällt die Stange oder fällt ein Tor?

Montag, 28.06.2010, 18:06 Uhr

Münster-Nienberge - Fällt die Stange oder fällt ein Tor? Beim Reitturnier des RV Nienberge waren die Zuschauer und auch die Teilnehmer hin- und hergerissen, ob sie Reitsport oder Fußball schauen wollten. Irgendwie ging beides. Die Veranstalter hatten natürlich einen Fernseher aufgestellt, damit auch die Fußballspiele verfolgt werden konnten.

Zeitgleich zum sportlichen Höhepunkt des Reitturniers, dem S-Springen, fand auch das Spiel der deutschen Nationalmannschaft statt. Gerade bei den Reitern war deshalb gutes Zeitmanagement gefragt. Rein in den Parcours, springen, runter vom Pferd und eben mal kurz schauen, wie es steht. Die Frauen in der Meldestelle, Anne Kerkhoff, Magdalena Holzberg und Kirsten Brinkmann , konnten ihren Platz nicht verlassen. „Natürlich interessiert uns das Spiel“, sagte Kirsten Brinkmann, „aber unbedingt schauen müssen wir es nicht. Und das Ergebnis bekommen wir durch den Jubel von draußen mit.“

Eine Etage über der Meldestelle saßen die Wertungsrichter für das S-Springen. Dort lief ein Fernseher. „Wir haben in erster Linie den Springparcours im Blick“, betonte Jury-Mitglied Paul Gummelt . Aber der Veranstalter hat uns eine DVB-T-Übertragung zur Verfügung gestellt. Dadurch werde das Spiel ein paar Sekunden zeitverzögert gezeigt. „Wenn drüben im Kuchenzelt gejubelt wird, reicht es, wenn wir uns umdrehen, und dann können wir das Tor auch noch sehen.“ Trotzdem habe das Reiten Priorität, versicherte Gummelt. Und auch im Parcours werde erstklassiger und sehenswerter Sport gezeigt. Gummelt lobte auch die Leistung des Parcourchefs Fritz Ibershoff, dem es nicht nur gelungen war, die passende Anzahl von fehlerfreien Ritten herauszufiltern, sondern auch das Stechen genau in die Halbzeitpause zu legen.

Die Reiter konzentrierten sich vorrangig auf ihre Pferde. Grit Schulze Wierling, die mit zwei Pferden im S-Springen vertreten war, erklärte: „Reiten ist mein Hobby und das geht vor. Die zweite Halbzeit verfolge ich gleich auf der Heimfahrt im Radio und kann dann zu Hause feiern.“ Bei der Mehrzahl der Reiter stand der eigene Sport im Mittelpunkt und der Fußball wurde dabei nur zur - diesmal allerdings nicht ganz unwichtigen - Nebensache.

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