Nienberge
Freude über mehr Komfort

Sonntag, 22.08.2010, 18:08 Uhr

Münster-Nienberge - Wo einst im kühlen Nass geschwommen wurde, haben seit einigen Monaten die Sportschützen der Schützenbruderschaft St. Sebastian ein neues Zuhause gefunden. „Hier waren früher die Umkleiden“, sagt Abteilungsleiter Dennis Schmitz und zeigt auf sechs moderne Schießstände , die nebeneinander im Gebäude des ehemaligen Freibades an der Feldstiege entstanden sind. Seit einem halben Jahr wird hier schon geschossen, bei einem Tag der offenen Tür am Samstag wurde der neue Schießstand nun auch offiziell eingeweiht und vor allem für Interessierte geöffnet.

Ein geplantes Pokalschießen musste allerdings ausfallen: Es hatten sich nicht genug Mannschaften gefunden.

Als vor einigen Jahren das Freibad dicht gemacht hatte, habe der ehemalige Brudermeister der St.-Sebastian-Schützen, Thomas Keller , bei der Stadt angefragt, ob man aus dem Gebäude nicht einen Schießstand machen könne. Im Januar 2009 haben die Umbauarbeiten begonnen, die von der Stadt Münster zum großen Teil finanziert wurden. Angepackt haben die Mitglieder der Sportschützenabteilung aber selbst: „Jeder, der vor oder nach der Arbeit mal eine freie Minute hatte, war hier und hat geholfen - und sei es nur, um eben eine Tür einzuhängen“, lobt Dennis Schmitz. „Das ist gegen Geld gar nicht aufzuwiegen.“ Aus diesem Grund bedankte sich die Abteilungsleitung am Samstagabend mit einer Helferparty bei den rund 20 fleißigen Mitgliedern, die mit angepackt hatten.

Seit Mitte der 80er-Jahre hatten die Sportschützen ihren Schießstand über dem Gasthof „Zur Post“ gehabt. Rückblickend waren die Gegebenheiten dort alles andere als ideal. Mit insgesamt fünf Ständen war bei Wettkämpfen immer einer zu wenig vorhanden. „Und im Winter wurde es da oben ziemlich kalt“, sagt Pressewartin Sandra Laudick.

Mit dem neuen Schießstand habe sich alles zum Besseren gewendet: „Das lässt sich gar nicht vergleichen. Das Schießen ist hier wesentlich angenehmer, die neuen Räumlichkeiten sind nicht nur nur Schießstand, sondern auch Vereinsheim“, sagt Dennis Schmitz.

Neben dem eigentlichen Schießstand gibt es noch einen Aufenthaltsraum und Toiletten. „Früher hat man seine 30 Schuss gemacht und ist wieder nach Hause gefahren. Heute sitzen wir nach dem Training gern noch gemütlich zusammen“, berichtet Schmitz weiter. „Wir sind ein relativ bunter Haufen“, fügt er hinzu. Von 14 bis 85 Jahren sei jedes Alter vertreten. Trotzdem plagen die Abteilung Nachwuchssorgen. „Viele junge Mitglieder springen leider nach einiger Zeit wieder ab“, bedauert der Abteilungsleiter der Sportschützen.

Anzeige
http://event.yoochoose.net/news/705/consume/10/2/337503?categorypath=%2F2%2F84%2F61%2F92%2F132%2F141%2F598571%2F598576%2F
Mehr als eine halbe Million Übernachtungen
 
Nachrichten-Ticker