SPD kritisiert fehlendes Tempolimit
Keine Teilnahme am Modellprojekt zu Lärmauswirkungen

Münster-West -

„Dass Münster nicht von einem nächtlichen Tempolimit auf den Autobahnen und der damit verbundenen verringerten Lärmbelastung profitieren kann, ist mehr als bedauerlich“, erklärt Holger Wigger, Vorsitzender der SPD-Ratsfraktion, in einer Pressemitteilung. Wigger hatte sich für die SPD für ein solches Tempolimit eingesetzt, das im Rahmen der Teilnahme an einem Modellprojekt, wie es die Bezirksregierung Arnsberg durchführt, möglich gewesen wäre. Er hatte die Bezirksregierung Münster gebeten, sich dafür einzusetzen, dass die Autobahnen im Stadtgebiet Münster auch in ein Modellprojekt über ein nächtliches Tempolimit einbezogen werden.

Dienstag, 17.04.2012, 15:04 Uhr

SPD kritisiert fehlendes Tempolimit : Keine Teilnahme am Modellprojekt zu Lärmauswirkungen
Die Bürger, die entlang der Autobahn wohnen – hier der Lärmschutzwall in Nienberge – wünschen sich mehr Schutz vor den Fahrzeuggeräuschen. Foto: eb

Das Projekt soll als dreijähriger Testlauf Aufschluss über die positiven Folgen von Geschwindigkeitsbegrenzungen geben. „Gerade für Münsters Westen mit den Autobahnen A 1 und A 43 hätte ich die Möglichkeit gesehen, die wachsenden Belastungen durch Verkehrslärm zu vermindern“, so der Ratsherr aus Albachten . Bei dem sogenannten Feldversuch werde auch durch Messungen der Einzelfahrzeug-Geschwindigkeiten und deren Lärmpegel die Akzeptanz solcher Geschwindigkeitsbeschränkungen untersucht. Auch die daraus resultierenden Auswirkungen auf Unfallzahlen in Ballungsräumen sollen so ermittelt werden. „Die Einrichtung von Geschwindigkeitsbegrenzungen aus Lärmschutzgründen auf Autobahnen ist prinzipiell möglich und wird auch in unserem Bundesland an vielen Stellen praktiziert“, so die SPD in ihrem Brief an die Bezirksregierung Münster . Die Sozialdemokraten erläutern, „dass hierzu eine Beschränkung auf die Zeit von 22 bis 6 Uhr denkbar wäre. Gegebenenfalls könnten auch bestimmte, besonders belastete Abschnitte vorgesehen werden. Eine solche Maßnahme würde in Münster mit Sicherheit auf sehr große Zustimmung treffen und könnte einen Beitrag leisten, die wachsenden Belastungen durch Verkehrslärm zu bremsen“. Der Regierungspräsident Münster sehe jedoch keine Möglichkeiten einer Teilnahme mehr, da das Ministerium für Wirtschaft, Energie, Bauen, Wohnen und Verkehr NRW eine Ausweitung des Projektes wegen beschränkter Finanzmittel und bereits angelaufener zeitintensiver Voruntersuchungen nicht befürworten könne. „Ich hoffe aber, dass das Modellprojekt im Raum Dortmund in absehbarer Zeit auch positive Effekte für Münster zeigen wird“, so Holger Wigger .

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