350 Zuhörer beim MGV-Konzert
Premiere für Michael Niepel

Münster-Nienberge -

Stimmgewaltig zog der traditionsreiche MGV Cäcilia in der proppenvollen Mehrzweckhalle alle Register – vom Spiritual („Kumbaya“) bis zum Abba-Hit.

Montag, 01.10.2012, 18:10 Uhr

350 Zuhörer beim MGV-Konzert : Premiere für Michael Niepel
Premiere in der  Mehrzweckhalle des SC Nienberge: Der MGV Cäcilia gestaltete sein gut besuchtes Jahreskonzert erstmalig unter der neuen Leitung von Michael Niepel (vorne, l.). Begrüßt wurde das Publikum vom Vorsitzenden Reinhold Klumpe (vorne). Foto: tu

Die 350 Zuhörer sparten nicht mit Beifall für die „Melodien, die verbinden“, so das zugkräftige Motto der abwechslungsreichen Premiere im doppelten Sinne.

Erstmalig führte der neue Chorleiter Michael Niepel die Regie. Mit von der Partie waren der ebenfalls von ihm geleitete gemischte Chor Sinningen, sowie Ulrich Petermann (Saxofon) und Anoosha Golestaneh (Klavier). Mit sichtlichem Stolz verwies der Vorsitzende Reinhold Klumpe in seiner Begrüßung aufs neue MGV-Outfit – sprich die unübersehbaren dunklen Anzüge.

„Wir haben uns, pünktlich zum 110-jährigen Bestehen, von den kamelhaarfarbenen Anzügen getrennt“, eröffnete Klumpe dem Auditorium. Tradition kann der MGV wahrlich vorweisen: Fast alle Sänger seien dem Männerchor seit Jahrzehnten verbunden.

Drei Mitstreiter, so Klumpe, feierten demnächst 60-jährige Mitgliedschaft, zwei weitere 50-jährige Mitgliedschaft. Nachwuchs sei stets gerne gesehen. Nach dem A-Cappella-Einstieg folgte Brahms („Ungarischer Tanz“ Nr. 5), später ging es nach Beethovens bekannter Hymne („Das Lied der Freude“) unter anderem mit beschwingten Musical-Auszügen (aus „ Mary Poppins“) weiter.

Für Klavierbegleitung sorgte Stefan Schmieding, im Wechsel mit dem MGV gaben sich die Sinninger Vokalisten die Ehre. Sie besangen den „König der Löwen“ („The Lion King“), hauchten unter anderem einem alten Schlager („Ohne Krimi geht die Mimi nie ins Bett“) neues Leben ein.

Virtuose Glanzlichter bescherten zwischendurch Ulrich Petermann und Anoosha Golestaneh, zwei alte Bekannte des MGV.

Das Spektrum des Duetts reichte von einer der frühesten Saxofon-Kompositionen (Fantasie über Motive aus der Oper „Freischütz“ von Weber) über eine karnavalistische Samba-Hommage („Brazileira“) bis zum Ragtime aus der Feder von Jelly Roll Morton („Jelly Roll Blues“). Das krönende Finale, gestaltet von beiden Chören gemeinsam, beschloss wirkungsvoll den eineinhalbstündigen Konzertreigen: „Danke für die Lieder“, tönte es zu guter Letzt vielstimmig aus der Halle.

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