Sternsinger-Aktion gestartet
Eine alte Königsgruppe sammelt wieder

Münster-Nienberge -

42 Kinder zwischen fünf und 14 Jahren sind dieser Tage in Nienberge als Sternsinger unterwegs. Doch nicht nur sie: Eine alte Sternsingergruppe hat sich wieder zusammengetan, um – inzwischen erwachsen – in Häger den Segen zu bringen.

Freitag, 03.01.2014, 20:01 Uhr

Die Sternsinger sind in diesen Tagen wieder in Nienberge unterwegs. Sie bringen den Segen und bitten um Spenden für Hilfsprojekte in Brasilien und im afrikanischen Malawi.
Die Sternsinger sind in diesen Tagen wieder in Nienberge unterwegs. Sie bringen den Segen und bitten um Spenden für Hilfsprojekte in Brasilien und im afrikanischen Malawi. Foto: mfe

Sie sind wieder in Nienberge unterwegs: Die Heiligen Könige sendete Diakon Reinhard Kemper am Donnerstagnachmittag von der Pfarrkirche St. Sebastian aus. Als Caspar, Melchior und Balthasar verkleidet, ziehen 42 Kinder im Alter von fünf bis 14 Jahren bis zum heutigen Samstag durch den Stadtteil, bringen den Segen zu den Häusern sowie deren Bewohnern und sammeln Geld für Kinder, denen es nicht so gut geht. Begleitet werden die Könige von einem Stern- und einem Sackträger.

„Die Spenden der Nienberger gehen zur Hälfte an das von unserer Gemeinde unterstützte Projekt von Bischof Erwin Kräutler, der im Amazonas-Gebiet in Brasilien Familien der Indios betreut“, berichtete Kemper. Die andere Hälfte des Geldes komme der bundesweiten Sternsinger-Aktion zugute, die in diesem Jahr Hilfen für Kinder in Flüchtlingslagern im afrikanischen Malawi finanzieren will.

Viele Mädchen und Jungen nehmen nicht zum ersten Mal an der Aktion teil. Ein Sternsinger fiel bei der Aussendung besonders auf. „Kaspar“ Ulrich Oskamp überragte die Gruppe um Längen. Auch altersmäßig ist der 54-Jährige den übrigen Sternsingern bereits weit voraus. Als 16-Jähriger sei er das letzte Mal als Heiliger König unterwegs gewesen, berichtete er.

Weil die Sternsinger in diesem Jahr nicht ausreichen, um alle Bezirke aufzusuchen, haben Ulrich Oskamp und seine frühere Sternsingergruppe, zu der Franz-Josef Oeing, Winfried Ahlers, Ludger Häger als Engel und Toni Blankenstein als Sackträger gehören, sich bereit erklärt, in Häger zu sammeln. „Das wird eine tolle Sache“, war Ulrich Oskamp die Vorfreude anzumerken. „Wir ziehen abends mit dem Bollerwagen los und besuchen alle Höfe und Häuser.“

Zum Aussendungsgottesdienst konnte nur Oskamp kommen, die anderen mussten noch arbeiten. Ferien wie die Kinder haben die erwachsenen Sternsinger nicht. Gespannt sei er auch, wie die Aktion heute noch ankomme, erklärte der große „Kaspar“ . In Häger soll es sich schon herumgesprochen haben, dass eine „alte Truppe Könige“ komme, und die Vorfreude sei riesengroß, wusste Ulrich Oskamp.

Aber auch seine jüngeren Kolleginnen und Kollegen waren hochmotiviert und wollten viel Geld für andere Kinder sammeln. Mit Sternsingerkreide werden sie zudem den Segen „20*C+M+B +14“ an die Häuser schreiben, einen Neujahrsgruß von der Gemeinde überbringen und als Dank wohl auch noch Süßigkeiten erhalten.

Davon dürfe jeder so viel behalten, wie er mag, betonte Kemper: Den Rest spendet die Gemeinde Kindern in Bosnien und dem Haus der Wohnungslosen. Kemper bedauert ein wenig, dass sich so wenige Kinder aus dem Neubaugebiet für die Aktion gemeldet haben. „Dort können wir wahrscheinlich in diesem Jahr nicht alle Häuser besuchen“, erklärte der Diakon.

Die Sternsinger der Pfarrgemeinde St. Sebastian sind bis zum heutigen Samstag unterwegs. Am Sonntag (5. Januar) endet die Aktion um 11 Uhr mit einem Familiengottesdienst in St. Sebastian.

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