Spielplatz Am Pastorenbusch wird immer wieder verdreckt
Erst säubern, dann toben

Münster-Nienberge -

Auf den ersten Blick scheint alles in Ordnung: Der Spielplatz Am Pastorenbusch glänzt mit neuen Spielgeräten. Die Sandfläche lädt Steppkes zum Buddeln ein. Trotzdem lauern hier Gefahren.

Freitag, 23.05.2014, 21:05 Uhr

Trio nicht vor dem Toben schlicht saubermachen würde.

Von Montag bis Freitag verbringen die drei Frauen bei schönem Wetter unter der Woche morgens 90 Minuten  auf dem Platz. Eingeleitet wird der Spaß stets durch eine mühselige Suche der Tagesmütter nach Kippen, leeren Flaschen, Scherben, Hundekot und anderem Dreck. Derweil müssen die 15 betreuten Kinder in ihren Bollerwagen sitzen bleiben.

Und immer, immer wird das Trio fündig. „Das ist lebensgefährlich für die Kinder“, sagt Nicole Griesche mit Blick auf jene Zigarettenkippen, die  Birgit Weusthoff-Schulz gerade auf einer gelben Plastikschaufel gesammelt hat. Würde ein Kind einen solchen Zigarettenrest verschlucken, bestünde höchste Gefahr.

„Wir sind extrem sauer!“, schimpft Birgit Weusthoff-Schulz. „Wenn es abends warm wird, ist es schlimmer“, ergänzt sie. Offenbar wird auf dem Platz munter gegrillt, und der ganze Müll bleibt liegen.

Davon steht natürlich nichts auf dem Schild, das den Platz „für alle Altersstufen“ freigibt. Nicht länger als bis 20 Uhr dürfe er genutzt werden, heißt es weiter.

Danach sieht es allerdings am Morgen wirklich nicht aus. Der Abfall türmt sich, und ein Ausweichen auf andere Bereiche innerhalb des grünen Lärmschutzwall-Areals sei leider nicht möglich, so Tanja Schröder.

Ihre beiden Kolleginnen nicken wissend: In der ganzen Umgebung gebe es viele Hunde, die gerne von der Leine gelassen würden und natürlich auch Hundekot. „Erstmal ist man ja potenzielle Beute“, meint Weusthoff-Schulz mit Blick auf einen Vierbeiner, der vor den Spielplatzgittern herumstreicht.

Sie konnte sich gemeinsam mit ihrer Kollegin aber auch schon einiges von Hundehaltern anhören. Zum Beispiel: „Sie projizieren ihre Angst ja auf die Kinder!“

Die drei Tagesmütter hoffen jetzt, das ungebetene Nutzer des Platzes wenigstens in Zukunft Rücksicht walten lassen und ihren Abfall schlicht in den dafür vorgesehenen Mülleimern entsorgen.

Dort ist nämlich immer genügend Platz.

Das ist lebensgefährlich für die Kinder!

Nicole Griesche, Tagesmutter
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