Kooperationsprojekt
Schüler gewinnen spannende Einblicke ins Handwerk

Münster-Nienberge -

Handwerker in der Schule: Nicht zum arbeiten sind sie da, sondern um den Kindern ihre berufe praxisnah zu erklären. Ein Projekt, das nun zuende ging.

Mittwoch, 11.02.2015, 00:02 Uhr

Thomas Rösmann zeigte sechs Grundschülern am letzten Tag des Projektes „Handwerksberufe entdecken“, was man mit Rohren und Leitungen alles machen kann.
Thomas Rösmann zeigte sechs Grundschülern am letzten Tag des Projektes „Handwerksberufe entdecken“, was man mit Rohren und Leitungen alles machen kann. Foto: fre

Mit einem fachmännischen Blick begutachten sechs Jungen den Wasserrohrbruch im Lehrerzimmer. Thomas Rösmann von der Sanitär-Firma erklärt, was nun bei der Reparatur zu tun ist. Die Nienberger Grundschüler sind begeistert und möchten am liebsten gleich selbst mitanpacken. Was derzeit für so manches Problem im Grundschulalltag sorgt, kommt für das Projekt „Handwerksberufe entdecken“ gerade recht. Denn die Sanitärfirma gehört zu den 14 handwerklichen Betrieben, die seit Beginn des Schuljahres ihre Arbeit kindergerecht im Rahmen der Technik-AG der Nienberger Grundschule vorstellten. Nun endete das Projekt.

Gleich ob Autoreifen wechseln, Brillen zusammen bauen, Haare schneiden oder bequeme Sonnenstühle bauen – die 98 Teilnehmerplätze waren so beliebt, dass Schulleiter und Initiator Michael Kaulingfrecks oft zwischen den vielen Bewerbern losen musste.

Entstanden war die Idee aus dem Besuch eines Steinmetzes im offenen Ganztagsangebot der Annette-von-Droste-Hülshoff-Schule im Frühjahr 2014. „Wir möchten das Handwerk schon so früh wie möglich interessant machen“, erklärte Kaulingfrecks. Dank der Unterstützung von Gisela Goos , Mutter und Angestellte der münsterischen Handwerkskammer , sei es nicht schwer gewesen, passende Betriebe zu finden.

„Viele Eltern haben studiert und deswegen ist es für die Kinder umso spannender, einen Einblick in die Arbeit eines Handwerkers zu bekommen. Solche Berufe sind für uns alle sehr wichtig“, weiß der Schulleiter. So bekamen die Schüler nicht selten die Chance, selbst das Werkzeug in die Hand zu nehmen und zum Beispiel eigene Sonnenstühle oder Holzspiele zu bauen. „Auch die Mädchen haben sich getraut, den Akkuschrauber oder Hammer zu benutzen und technische Berufe auszuprobieren“, freute sich Kaulingfrecks.

Aufgrund der großen Resonanz bei allen Beteiligten soll das Projekt unbedingt fortgesetzt und eventuell auch in anderen münsterischen Schulen bekannt gemacht werden. Die sechs Jungen, die am letzten Projekttag erste Erfahrungen mit Rohren und Leitungen sammelten, sind sich jedenfalls einig, dass das Basteln Spaß gemacht hat: „Mir hat am besten gefallen, einen eigenen Sonnenstuhl zu bauen. Ich durfte ihn sogar mit nach Hause nehmen“, berichtete der sechsjährige Shayan stolz.

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