Elfjährige reist mit ihrer Familie aus Hessen zum Pony-Turnier an
Der Weg nach Nienberge lohnt

Münster-Nienberge -

Besser hätte es für Sarah Gruber kaum laufen können: Das Nachwuchstalent war beim Nienberger Pony-Championat mit von der Partie. Bei der „Kleinen Tour“ landete die junge Reiterin prompt auf dem Siegerpodest.

Sonntag, 17.05.2015, 23:05 Uhr

Erfolgreiches Nachwuchstalent: Sarah Gruber vom Tannhäuser PSV Brombachtal sattelte mit ihrer Mutter nach dem Gewinn der Kleinen Tour des Championats in Nienberge ihr Pony „Norman“ ab.
Erfolgreiches Nachwuchstalent: Sarah Gruber vom Tannhäuser PSV Brombachtal sattelte mit ihrer Mutter nach dem Gewinn der Kleinen Tour des Championats in Nienberge ihr Pony „Norman“ ab. Foto: hhe

Für Sarah Gruber hatte sich die weite Anreise gelohnt. Die Elfjährige vom Tannhäuser PSV Brombachtal gewann die „Kleine Tour“ beim Ponychampionat des Reit- und Fahrvereins (RV) Nienberge . Drei Mal musste sie auf ihrem Pony „Norman“ über die knapp ein Meter hohen Hindernisse springen, ehe sie auch im abschließenden Stechen die schnellste Zeit auf der Uhr und die besten Haltungsnoten für sich und ihr Tier hatte.

„Das sind die Momente, über die ich mich besonders freue.“ Georg Bruns machte es Spaß, die anschließende Siegerehrung zu moderieren. Der Vorsitzende des RV begrüßte insgesamt 150 Teilnehmer während der vier Turniertage, beginnend an Christi Himmelfahrt . „Die jüngsten sind erst sechs Jahre alt. Für die bieten wir einen eigenen Wettbewerb an“, erklärte er eine der Besonderheiten.

Mit ihren Eltern und Schwester Leonie war Sarah Gruber über 450 Kilometer aus dem Dreiländereck von Hessen , Bayern und Baden-Württemberg angereist, um in Münster an den Start zu gehen. Auch aus Mecklenburg-Vorpommern kamen einige Starter. Zur Anfahrt brauchten die Grubers einen Lkw, anders hätten sie ihre drei Ponys und die zugehörige Ausrüstung samt Kraftfutter nicht zur Reitanlage an der Beerwiede transportieren können. In einer der Hallen hatten die Gastgeber mobile Boxen aufgebaut.

Wer wie die Grubers nicht jeden Abend wieder nach Hause fahren konnte, stellte seine Tiere dort ab und buchte für sich entweder in der Stadt ein Zimmer oder schlief in einem Wohnwagen. „Wir richten das deutschlandweit größte Ponyturnier aus. Hier können sich die Sportler auch für das Bundeschampionat im Herbst in Warendorf qualifizieren“, hob Georg Bruns hervor. „Wir würden auch mit 250 Startern fertig, aber so ist es gerade richtig und noch entspannt“, schob er hinterher.

Sarah Gruber hatte schon am Feiertag ihre ersten beiden Prüfungen, die sie mit dem dritten und dem ersten Platz abschloss. Außer der Durchgangszeit für den Parcours achteten die Punktrichter vor allem auf die Körpersprache der Tiere bei den Sprüngen. Besonders den jüngsten Kandidaten gaben sie noch Tipps für Verbesserungen mit auf den Weg und lobten, wenn ihnen etwas besonders gefiel.

Für Sarah war es der erste Start in Nienberge. Ihre Mutter war von der Organisation positiv überrascht. „Die Boxen, Ställe und der Platz sind super“, war ihre Meinung. „Bei uns in der Region gibt es keine reinen Ponyturniere. Daher ist ein Start hier etwas Besonderes“, ergänzte sie. Sarahs zwei Jahre ältere Schwester Leonie ging mit dem Pony „It‘s Libby“ in der Mittleren Tour an den Start, wo die Hindernisse ein wenig höher hingen. Für einen der vorderen Plätze reichte es aber dieses Mal nicht.

Den Abschluss bildete am Sonntag die so genannte „Große Tour“, bei der die Ponys Sprünge von über 1,35 Meter zeigen mussten. Blieb für die Helfer noch das große Aufräumen und für Georg Bruns die Vorfreude auf das Ponychampionat im nächsten Jahr.

Gut möglich, dass dann auch wieder die Grubers aus Hessen mit ihren Pferden dabei sein werden.

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