Abschied für „Bufdi“ in der Hägeraner Kita
Erste „Bufdi“ im „Kindertraum“ geht

Münster-Nienberge -

Michaela Kaiser arbeitete ein Jahr als Bundesfreiwilligendienstlerin in der Hägeraner Kita - jetzt steht ihr Abschied bevor.

Sonntag, 19.07.2015, 22:07 Uhr

Michaela Kaiser (r.) nimmt Ende August Abschied von den Kindern der Kita „Kindertraum“.
Michaela Kaiser (r.) nimmt Ende August Abschied von den Kindern der Kita „Kindertraum“. Foto: sn

Man darf sie „Bufdi“ nennen. „Das ist einfacher als Bundesfreiwilligendienstlerin“, sagt Michaela Kaiser . Genau das war sie ein Jahr lang in der Hägeraner Kita Kindertraum “. Bald heißt es jedoch Abschied nehmen. Von den Kindern, der Kita und einer unbeschwerten Zeit auf dem Lande. Michaela Kaiser zieht es nach ihrem Bundesfreiwilligenjahr weiter, sie möchte studieren. Pädagogik natürlich. Auch später will sie mit Kindern arbeiten, die Zeit in der Kita „Kindertraum“ sei dafür eine wichtige Erfahrung gewesen. Die Jungen und Mädchen werden sie vermissen. „Sie sind alle lieb und mir ans Herz gewachsen“, sagt die 21-Jährige: „Sie bedeuten mir viel.“

Es ist eine Idylle, in der die Kita „Kindertraum“ beheimatet ist. Gleich nebenan sind die Rehe. Rehbock „Bobby“ ist der Liebling der Kinder. Von denen bekommen die niedlichen Tiere auch leckere Sachen. „Viel Gemüse, Möhren etwa“, so Kaiser. Jetzt haben die Rehe sogar Junge bekommen. Eine richtige Reh-Familie also. Dann gibt es aber auch noch „Tessa“. Das ist eine Dackel-Dame vom Bauern nebenan. „Sie kommt manchmal einfach rüber“, erklärt Michaela Kaiser. Denn bei den Kindern ist es einfach spannend.

Viele Spiele gibt es, die die „Bufdi“ täglich organisiert. Da sind die typischen Gesellschaftsspiele wie „Memory“. Aber die Kita legt ebenso viel Wert darauf, dass auch draußen eine Menge passiert. Neulich gab es etwa die „Waldwochen“. Die Kinder und die Betreuer gingen täglich in einen benachbarten Forst. Sie entdeckten gemeinsam Tiere und Pflanzen. Und es gab „Waldspiele“, bei denen alles zum Einsatz kam, was es dort zu finden gab: Äste, Blätter, Baumstämme.

„Ein riesiges Erlebnis für die Kleinen“, weiß Michaela Kaiser. Sie hatte während ihres „Bufdi-Jahrs“ auch Aufgaben, die die Kinder nicht mitbekamen, aber die genauso wichtig waren. Hauswirtschaftliche Dinge etwa wie Wäsche waschen. Aber sie musste natürlich auch lernen. Denn im Bundesfreiwilligenjahr sind auch Seminare zu absolvieren. 25 waren es bei Kaiser. Dafür fuhr sie jedes Mal nach Bad Oeynhausen . Auch das habe ihr Spaß gemacht, meint sie. Genau wie die Zusammenarbeit mit den Kollegen der Kita „Kindertraum“: „Sie hatten immer ein offenes Ohr und waren sehr hilfsbereit“.

Kaiser ist auch etwas ganz Besonderes für die Kita selbst. „Sie ist die erste Bundesfreiwilligendienstlerin, die wir hatten“, so Kita-Leiterin Susanne Bober . Nicht nur deswegen wird es ein herzlicher Abschied werden.

Michaela Kaiser geht nicht einfach so. „Es gibt eine Runde Eis für alle“, verspricht sie. Und noch ist sie ja da. Bis Ende August. Zeit also, noch mal Hündin Tessa, Rehbock Bobby und die Jungen und Mädchen des Kindertraums so richtig ins Herz zu schließen. Doch eigentlich haben sie dort schon längst ihren festen Platz. Und das nicht nur bis August.

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