Anwohner äußern Kritik an möglicher Bebauung des Vögedingplatzes
Kein Investor in den Startlöchern

Münster-Nienberge -

Die Anwohner der Grünfläche äußern Kritik an einer möglichen Bebauung des Vögedingplatzes. Die Bürgerinitiative hatte Politiker gebeten, die Fakten darzustellen.

Donnerstag, 13.08.2015, 22:08 Uhr

BI-Sprecher Michael Ernst (3. v.l.) moderierte die von rund 70 Bürgern besuchte Veranstaltung. Bezirksbürgermeister Stephan Brinktrine (SPD, 3.v.r.), Markus Diepenbroick-Grüter (CDU, 2.v.r.) und Karina Kuschewski (Grüne, l.) gehörten zu den Politikern, die auf Fragen und Kritik eingingen.
BI-Sprecher Michael Ernst (3. v.l.) moderierte die von rund 70 Bürgern besuchte Veranstaltung. Bezirksbürgermeister Stephan Brinktrine (SPD, 3.v.r.), Markus Diepenbroick-Grüter (CDU, 2.v.r.) und Karina Kuschewski (Grüne, l.) gehörten zu den Politikern, die auf Fragen und Kritik eingingen. Foto: eb

„Wir hatten die Befürchtung, dass ein Investor in den Startlöchern steht, der auf dem Vögedingplatz altengerechte Wohnungen und eine Kita bauen will. Das ist offenbar nicht so. Es droht nichts Böses aus dem Hinterhalt, sondern es läuft der normale Prozess, um zu prüfen, was auf dem Platz machbar wäre.“ Diese Bilanz zog André Weber von der „Bürgerinitiative (BI) für den Erhalt des Vögedingplatzes“.

Vorausgegangen war eine teilweise aufgebrachte Diskussion im Pfarrzentrum St. Sebastian . Auf Einladung der BI stellten sich Kommunalpolitiker aus der Bezirksvertretung (BV) Münster-West der Kritik, die Anwohner des Platzes und andere interessierte Nienberger gegenüber dem von der CDU eingebrachten Initiativantrag bezüglich einer möglichen Bebauung der Grünfläche äußerten.

Zum Einstieg beantwortete Bezirksbürgermeister Stephan Brinktrine die Fragen der BI. Es wurde deutlich, dass die Verwaltung zunächst lediglich eine Machbarkeitsstudie erstellt. Darin soll dargestellt werden, ob und welche Art von Bebauung auf dem Platz denkbar wäre. Nach Auskunft der anwesenden Kommunalpolitiker ist der Verwaltung derzeit kein Investor bekannt, der dieses Vorhaben vorantreibt. Das Ergebnis der Machbarkeitsstudie soll den politischen Gremien und der Öffentlichkeit vorgestellt werden. Mehrere Politiker versprachen den Bürgern, dass dann noch ausreichend Zeit bleibe, Wünsche und Bedenken zu äußern.

Der nächste Schritt wäre gegebenenfalls ein Auftrag der BV West an die Verwaltung, einen Bebauungsplan zu erstellen. Auch dabei haben die Bürger die Möglichkeit, ihre Bedenken einzubringen.

Uneinigkeit bestand in der Debatte darüber, ob es in Nienberge einen Bedarf für altengerechte Wohnungen und weitere Kita-Plätze gibt. Nach Auskunft von Markus Diepenbroick-Grüter (CDU) ist die Kita St. Sebastian komplett ausgebucht und will nicht erweitern. Wie Karina Kuschewski (Grüne) betonte, könne nicht jeder im Alter im eigenen Haus bleiben. Die Senioren seien auf geeignete Wohnungen angewiesen, und in die älteren Häuser würden dann Familien mit Kindern einziehen.

Mechthild Neuhaus (CDU) betonte, dass es um die gesamte Entwicklung von Nienberge gehe. Dr. Karin Obst (FDP) schlug vor, eine Planungswerkstatt für den Stadtteil zu organisieren.

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