Sportfest der Grundschule
Teamgeist wird belohnt

Münster-Nienberge -

Auf dem Sportplatz an der Feldstiege feiert die Grundschule Nienberge ein besonderes Sportfest – in Kooperation mit dem Institut für Sportwissenschaft. Den Part der Lehrer übernehmen diesmal rund 20 Studenten und angehende Pädagogen.

Dienstag, 05.07.2016, 00:07 Uhr

Die Nienberger Grundschüler waren mit Feuereifer bei der Sache: Beim Sportfest auf der Anlage des SC Nienberge an der Feldstiege war vor allem Teamgeist gefragt.
Die Nienberger Grundschüler waren mit Feuereifer bei der Sache: Beim Sportfest auf der Anlage des SC Nienberge an der Feldstiege war vor allem Teamgeist gefragt. Foto: kbö

Abgekämpft kommt Rebecca vom Biathlon, als nächstes steht der Weitwurf auf dem Programm. Diese Disziplin mag sie gar nicht: „Können wir nicht lieber Rad fahren?“ Michael Kaulingfrecks lacht. „Vielleicht im nächsten Jahr“, sagt der Leiter der Nienberger Grundschule , um sich dann wieder anderen Aufgaben zu widmen. Es gibt viel zu tun an diesem Vormittag auf dem Sportplatz an der Feldstiege. Dort feiert die Grundschule ein besonderes Sportfest – in Kooperation mit dem Institut für Sportwissenschaft. Den Part der Lehrer übernehmen diesmal rund 20 Studenten und angehende Pädagogen.

Die früheren Bundesjugendspiele , so wie sie viele noch aus der eigenen Schulzeit kennen, gehören der Vergangenheit an. Der Trend geht längst in Richtung Sportfest – auch bei der Nienberger Grundschule. „Weg vom Leistungsgedanken, hin zum Teamsport“, formuliert es Schulleiter Michael Kaulingfrecks. Seit Jahren folgt die Nienberger Grundschule dieser Entwicklung. Und sie hat seit 1992 mit dem Institut für Sportwissenschaften der Uni Münster einen verlässlichen Kooperationspartner.

Andreas Klose leitet am Institut das Leichtathletik-Seminar für angehende Pädagogen der Sekundarstufe I und II. „Die Studenten sollen in die Rolle der Lehrenden schlüpfen und so die ersten Erfahrungen im direkten Kontakt mit den Schülern sammeln“, sagt er. Organisiert hat diesen sportlichen Vormittag hauptverantwortlich Amelie Reble . Sie musste im Vorfeld alle Materialien zusammenstellen, ihren Kommilitonen die jeweiligen Aufgaben zuweisen, den zeitlichen Ablauf abstecken. Ihre Studienkollegen, die an diesem Tag auf der Sportanlage an der Feldstiege im Einsatz sind, mussten sich vorab mit den jeweiligen Wettbewerben befassen, das Reglement erarbeiten.

Und so treten zunächst die Erst- und Zweitklässler in verschiedenen Gruppen gegeneinander an, es folgen die Dritt- und Viertklässler. Insgesamt fünf Disziplinen gilt es zu absolvieren: Hindernis-Staffel, Hütchenlauf, Zonenweitsprung, Biathlon und Flatterball-Weitwurf. Stets liegt der Fokus beim Teamgeist. Jeder hat die Möglichkeit, Punkte für die Gruppe zu holen – auch diejenigen, die sonst nicht so sportlich sind.

Besonders deutlich wird das beim Hütchenlauf. Dabei markieren fünf Hütchen eine zurückzulegende Laufstrecke. Die Grundschüler müssen einschätzen, wie viele Hütchen sie in einer gewissen Zeit passieren. Liegen sie richtig, bekommen sie die entsprechende Punktzahl. Wer sich überschätzt und die avisierte Strecke nicht packt, geht leer aus – so wie die gesamte Gruppe.

Für die Studenten wie für die Grundschüler ist es ein abwechslungsreicher Tag. „Raus aus dem studentischen Alltag, rein in die Praxis“, sagt Amelie Reble. Das sei schon toll. Und die Schüler sind laut Rektor Michael Kaulingfrecks ebenfalls mit Feuereifer bei der Sache: „Für sie ist es spannend, von den jungen Studenten angeleitet und angefeuert zu werden.“

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