Rhodesian Ridgeback in Not
Eine ganz besondere Hunderasse

Münster-Nienberge -

Zum Sommerfest hatte der Verein „Rhodesian Ridgeback in Not“ auf die Sandbahn des Nienberger Windhundrennvereins eingeladen. Für Hundefreunde gab es viel zu sehen und natürlich reichlich Infos über die Arbeit des Vereins.

Sonntag, 24.07.2016, 19:07 Uhr

Pfeilschnell: Auf der Windhundrennbahn im Waltruper Forst konnten die Rhodesian Ridgebacks ihre Schnelligkeit unter Beweis stellen. Die Teilnehmer des Sommerfests nutzten zudem die Gelegenheit, sich untereinander auszutauschen (kl. Foto). 
Pfeilschnell: Auf der Windhundrennbahn im Waltruper Forst konnten die Rhodesian Ridgebacks ihre Schnelligkeit unter Beweis stellen. Die Teilnehmer des Sommerfests nutzten zudem die Gelegenheit, sich untereinander auszutauschen (kl. Foto).  Foto: sn

„Wenn alle Hunde Athleten wären, dann wäre der Rhodesian Ridgeback ein Zehnkämpfer“, meinte der stolzer Besitzer eines solchen Vierbeiners. „Als ich vor 25 Jahren zum ersten Mal einen gesehen habe, wollte ich unbedingt auch so ein Exemplar haben.“ Liebe auf den ersten Blick also. So ergeht es vielen, doch manche können auf Dauer so einen Hund aus ganz unterschiedlichen Gründen nicht halten. Damit die Tiere trotzdem ein Zuhause haben, hat sich im Jahr 2000 der Verein „Rhodesian Ridgeback in Not“ gegründet. Der feierte am Wochenende auf der Windhundrennanlage in Nienberge sein Sommerfest .

„Das ist kein 08/15-Hund“, erklärte Kristin Nünning vom Verein. Temperamentvoll, verspielt, aber auch intelligent – so sind die Rhodesian Ridgebacks. Da fällt vielen die Anschaffung nicht schwer. Doch manchmal kommt schon bald ein großes „Aber“: „Nicht selten wird diese Rasse auch aufgrund ihrer Optik angeschafft, um dann später feststellen zu müssen, dass man dem spätreifen Rhodesian Ridgeback nicht die einfühlsame und souveräne Führung geben kann, die er benötigt“, so Nünning. Weitere Gründe, warum das Tier abgegeben werden muss, können etwa die Trennung der Besitzer sein oder ein Umzug, bei dem die Hunde nicht mitgenommen werden können. „Wir wollen verhindern, dass Rhodesian Ridgebacks lange im Tierheim bleiben müssen“, erläutert Kristin Nünning.

Und da kommt der Verein mit ins Spiel, der die Vermittlung an neue Besitzer übernimmt. Auf der vereinseigenen Homepage werden die Hunde vorgestellt. Derzeit sind es etwa die 17 Monate alte Hündin Hanaa und der viereinhalbjährige Rüde Akira, die ein neues Zuhause suchen. Übrigens versucht bei Problemen zwischen Mensch und Tier der Verein zunächst ein „positives Training“ zu vermitteln. „Trainieren statt dominieren“, so das Motto, soll erreichen, dass der Hund in der Familie bleiben kann. Das ist jedoch nicht immer möglich, und auch in solch einem Fall wird dann nach neuen Besitzern gesucht.

„Wir veranstalten das Sommerfest jährlich“, erläuterte Nünning. Der Erlös komme der Arbeit des Vereins zugute, so Vorsitzender Christoph Kus , der mit seiner neunjährigen Hündin Caaya da war. Und deutschlandweit gibt es viele Helfer, die an diesem Tag auch mit ihren Vierbeinern angereist kamen. „Ist alles so aufregend für sie“, meinte eine Dresdnerin über ihre „Lola“: „Vielleicht starten wir heute.“ Die Rennbahn war nämlich auch geöffnet.

An der Startbox sorgten Gioja Wilde und Christin Langer dafür, dass alles korrekt und nach Plan ablief. Gestartet wurde „von Hand“, also nicht aus der Startbox wie etwa bei Windhunden. Zunächst liefen Frauchen und Herrschen vorneweg. Dann die Rhodesian Ridgebacks hinterher. Manchmal, wenn man genau hinsah, war auch mal ein Dackel darunter. Spaß hat es allen gemacht.

Und es gab noch viele weitere Angebote. So wurde das Führen an der Leine geprobt, Erste Hilfe am Tier demonstriert. Und „Mantrailing“, bei dem der Hund auf Spurensuche gehen kann, gab es auch. Jede Menge Verkaufs- und Infostände ließen das Herz so mancher Besitzer höher schlagen. Der Rhodesian Ridgeback ist eben ein ganz besonderer Hund. Und ein intelligenter. Oder wie Herrchen „Heiko“, der Mann mit dem Zehnkämpfer-Vergleich, es metaphorisch formulierte: „Jeder Hund springt von einer Klippe, wenn der Besitzer es sagt. Der Rhodesian Ridgeback rennt los, stoppt vor dem Abgrund und sagt dann zum Herrchen: Spring Du zuerst.“

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