Anwohner und Ortsunion fürchten um Sicherheit von Schulkindern am Rüschhausweg
Leitplanke soll wieder her

MÜNSTER-NIENBERGE -

In der Dunkelheit müssen Kinder ungesichert neben einer gefährlichen Straße zur Haltestelle gehen, um zu Schule fahren zu können.

Freitag, 20.01.2017, 05:01 Uhr

Hier fehlt was: An der Einmündung des Twerenfeldwegs in den Rüschhausweg vermissen Nachbarn und Markus von Diepen­broick-Grüter (im Bild), Vorsitzender der Ortsunion, die Leitplanke. Im Hintergrund: die Haltestelle Rüschhausweg.
Hier fehlt was: An der Einmündung des Twerenfeldwegs in den Rüschhausweg vermissen Nachbarn und Markus von Diepen­broick-Grüter (im Bild), Vorsitzender der Ortsunion, die Leitplanke. Im Hintergrund: die Haltestelle Rüschhausweg. Foto: n

Die nächste Klassenarbeit ist nicht der Grund dafür, dass einige Nienberger Schulkinder morgens mit einem mulmigen Gefühl das Haus verlassen. Der Schulweg ist es, der ihnen und ihren Eltern große Sorgen bereitet. Es handelt sich um Jungen und Mädchen, die vom Twerenfeldweg aus kommend zur Bushaltestelle am Rüschhausweg gehen müssen. Und der ist eine viel befahrene Straße. „Das ist hier ein Gefährdungs punkt“, meint Markus von Diepenbroick-Grüter von der CDU Nienberge .

Früher habe  es hier Leitplanken an beiden Seiten des Twerenfeldwegs im Einmündungsbereich zum Rüschhausweg gegeben, so der Ortsunions-Vorsitzende. Auf der Straßenseite von Haus Hüerländer sei die Leitplanke jedoch vor etwa eineinhalb Jahren abgebaut worden.

Über die Gründe könnten die Nienberger nur spekulieren. Tatsache sei, dass genau zu diesem Zeitpunkt am Twerenfeldweg ein Windrad errichtet wurde, zu dem auch schon mal Schwertransporte hinfahren müssten, so von Diepenbroick-Grüter. Allein die Rotorblätter des Windrades seien 58 Meter lang, die gesamte Anlage habe eine Höhe von 149 Metern. Die Leitplanke mache den Twerenfeldweg für Transporte jedoch schmal.

Nun ist sie auf jed en Fall weg, und sie wird vermisst. „Eine Familie hat uns angesprochen“, so von Diepenbroick-Grüter. Sieben bis acht Schulkinder würden jeden Morgen den Weg bis zur Bushaltestelle gehen. Nun ohne den Schutz der Leitplanke, hinter der die Schüler zuvor stets gelaufen waren. In Eigenregie haben Anwohner inzwischen am Rand der Fahrbahn einen kleinen Schotterpfad angelegt. Doch aale seien sich einig: Das reicht noch nicht.

In der morgendlichen Dunkelheit seien die Kinder momentan nicht gut zu sehen, betont von Diepenbroick-Grüter. Der Rüschhausweg sei ohnehin hier kurz vor der Autobahnbrücke gefährlich. Bereits seit Jahren gibt es eine rege Diskussion darüber, ob Fahrradfahrer hier inmitten von Personenwagen und Lastern einem erhöhten Unfallrisiko ausgesetzt sind (wir berichteten). Der von der Union vorgeschlagenen alternativen Radweg entlang der Straße Haus Rüschhaus war von der Verwaltung jedoch abgelehnt worden, unter anderem aufgrund des dort vorherrschenden sumpfigen Untergrundes.

Bezüglich der Schulkinder, die hier mit dem Bus losfahren, sieht von Diepenbroick-Grüter keine Hinderungsgründe: „Es müsste einfach nur eine Leitplanke gebaut werden.“ Auch weil das Verkehrsaufkommen hoch ist. Und zwar auf dem Rüschhausweg, aber auch auf dem Twerenfeldweg, den viele Autofahrer als Schleichweg nach Roxel nutzen.

Ist das Problem zu lösen? Die Ortsunion sieht jetzt die Verwaltung am Zug. Damit morgens die Kinder keine Bauchschmerzen mehr haben müssen.

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