Plattdeutsches Theater
Ein eingespieltes Team

Münster-Nienberge -

Im März ist die große Premiere – dann stehen die Darsteller der Laienspielschar wieder für 15 Auftritte auf der Bühne. Bis dahin wird aber noch fleißig geprobt. Und das jede Woche.

Dienstag, 07.02.2017, 19:02 Uhr

Auf die Premiere sowie auf 14 weitere Aufführungen freuen sich die Darsteller der Laienspielschar Nienberge schon seit einiger Zeit – bereits seit September proben sie für die Auftritte. Auch die Kulisse ist bereits fertig.
Auf die Premiere sowie auf 14 weitere Aufführungen freuen sich die Darsteller der Laienspielschar Nienberge schon seit einiger Zeit – bereits seit September proben sie für die Auftritte. Auch die Kulisse ist bereits fertig. Foto: Hubertus Kost

Der Spaß an ihrer Arbeit ist den Akteuren deutlich anzusehen: Einmal wöchentlich wird seit September geprobt, zwei Mal wöchentlich seit Dezember. Und die Abende beginnen immer ganz locker. Eigentlich klar, denn schließlich geht es um eine Komödie. „De unwiese Naoberschop“ heißt das Stück, das die Laienspielschar Nienberge in diesem Jahr aufführt. Am 3. März ist die große Premiere im Saal der Gaststätte „Zur Post“.

Beginn eines Proben-abends, los geht es um 19.30 Uhr: Zunächst macht Berthold Schöning ein paar Fotos, dazu gruppieren sich alle auf der Bühne. Die Kulisse ist schon fertig, um die Feinheiten hat sich Gerd Neumann vom Bühnenbau-Team bereits vor einigen Tagen gekümmert.

Teamarbeit ist ganz wichtig bei einem solchen Vorhaben – bei den Darstellern ebenso wie in der Organisation und beim Bühnenbau. Bei der Laienspielschar in Nienberge klappt das. Viele Darsteller und die Helfer vor und hinter den Kulissen sind schon seit Jahren dabei – ein eingespieltes Team eben.

Darüber freut sich Berthold Schöning besonders. Er ist Vorsitzender des Männerchors Cäcilia Nienberge von 1902 – und der Chor ist Veranstalter des plattdeutschen Theaterstücks. Übrigens schon seit dem Jahr 1905. Damals gründeten Chormitglieder die Laienspielschar, die auch als „Plattdeutsche Theatergruppe“ über Nienberge hinaus bekannt ist.

„Dat Liäwen van de Familien Mais, Hafer und Schrot löpp so doahen.“ So beginnt die Inhaltsangabe der Komödie in drei Akten von Beate Irmisch, deren Titel auf Hochdeutsch etwa „Die etwas verrückte Nachbarschaft“ heißen könnte. „Platt sprechen“ ist auf jeden Fall Voraussetzung, um als Darsteller mitwirken zu können. Vier neue Laienschauspieler sind in diesem Jahr dabei, für sie ist das Stück auch eine „sprachliche Premiere“.

Die Zuschauer müssen aber nicht unbedingt „platt“ können, um das Theaterstück zu verstehen. Die Zusammenhänge werden ganz schnell klar, der Spaß soll überwiegen. Der Satz unter der Inhaltsangabe – übrigens auf Hochdeutsch – macht das deutlich: „Ein sehr lustiges Stück, es gibt bereits im ersten Akt viel zu lachen.“

Die Komödie wird an fünf Wochenenden jeweils freitags, samstags und sonntags im Saal der Gaststätte „Zur Post“ aufgeführt. Karten gibt es, überwiegend noch für freitags, bei Dieter Leusing unter ✆ 025 33 / 25 43.

Anzeige
http://event.yoochoose.net/news/705/consume/10/2/4613771?categorypath=%2F2%2F84%2F61%2F92%2F132%2F141%2F4848217%2F4848219%2F
Jutta van Asselt ist im Theater zu Hause
Jutta van Asselt an einem ihrer Lieblingsplätze – dem Zuschauerraum des Schauspielhauses.
Nachrichten-Ticker