„Jederhundrennen“
Immer dem Leckerli hinterher

Münster-Nienberge -

Der Blick ist auf den Quietschball fixiert, der Hund rennt mit höchster Geschwindigkeit hinterher. Dann wird doch der Duft vom Pommes-Stand attraktiver, der Umweg stört Herrchen mehr als Hündchen. Beim „Jederhundrennen“ gab es viel zu sehen – und zu lachen.

Freitag, 26.05.2017, 19:05 Uhr

Vereinsvorsitzender Maik Stanczyk (2.v.l.) freut sich über die bunte Mischung aus Australian Shepherd, Magyar Vizsla und Bully. Am Start wurden die Vierbeiner gut festgehalten.
Vereinsvorsitzender Maik Stanczyk (2.v.l.) freut sich über die bunte Mischung aus Australian Shepherd, Magyar Vizsla und Bully. Am Start wurden die Vierbeiner gut festgehalten. Foto: r

Laut feuert das Publikum die Hunde an, die einzeln über die 100 Meter lange Rennbahn preschen und die Ziellinie fest anvisieren. Der ein oder andere lässt sich allerdings von dem Duft des Pommes-Büdchens am Rand ablenken und nimmt auch einen Umweg in Kauf. Die bisherige Topzeit von etwa neun Sekunden gilt es daher noch zu unterbieten, um unter den sechs Preisträgern des „Jederhundrennens“ zu landen und eine Urkunde zu erlangen.

Maik Stanczyk , seit vier Jahren Vorsitzender des Windhundrennvereins Münster, ist von dem Andrang der rund 130 Teilnehmer begeistert: „Das ist eine tolle Chance, Hunde auszulasten – für alle Hunderassen und Hundegrößen“. Angesprochen sind alle Hundehalter und Hunde, von Anfänger bis Profi, mit und ohne Hundeschultraining, Mischling oder Rassehund. „Denn hier steht ganz klar der Spaß im Vordergrund“, betont Stanczyk.

Zu den Favoriten gehören auch dieses Mal die besonders flotten Border Collies, Terrier und Pudel. Antreten können die Vierbeiner – bis auf Windhunde – in vier Größenklassen oder in einer der zwei Sonderklassen.

In der neu eingerichteten French Bully- und Mopsklasse nehmen unter anderem Momo und Olaf heute zum ersten Mal teil. Ihre Halterinnen Karla Bollmann und Anna Schulp freuen sich besonders über dieses Extraangebot: „Das ist eine lustige Atmosphäre, denn Möpse und Bullys spielen besonders gerne miteinander.“

Obwohl der Fokus des Vereins auf dem Windhundetraining liegt, steigt die Beliebtheit der gemischten Rennen, sagt Maik Stanczyk: „Der Wettkampf etabliert sich zunehmend, sodass es seit etwa fünf Jahren einen steigenden Trend von Jeder­hundrennen gibt.“

Während einige Teilnehmer das Neuland erkunden, fahren andere von Wettkampf zu Wettkampf. Michael Schönebeck ist mit seinem Champion Maya, einer Magyar Vizsla Hündin, vor Ort. Nachdem Maya bereits bei ihrem letzten „Jederhund­­­­­­rennen“ den ersten Platz errang, ruhen große Hoffnungen auf der vierbeinigen Athletin, wieder unter den schnellsten sechs zu landen. Doch neben dem Wettkampf steht für Michael Schönebeck vor allem im Vordergrund, dass „das Rennen eine gute Alternative zum Auspowern mit großem Spaßfaktor“ ist.

Mitstreiter Karin und Maik Sommer verraten ihre Tipps, um die Hunde auf der Rennbahn so richtig in Schwung zu bringen: „Quietschball und eine ganz besonders leckere Mischung aus Käse und gekochtem Schinken.“ Angestachelt von Spezialleckerli, quietschendem Stofftier und Anfeuerungsrufen lässt sich auch der zögerlichste Hund aus der Reserve locken.

Wer Wettkampfluft geschnuppert hat, kann sich auf dem nächsten „Jeder­hundrennen“ im Oktober wieder sportlich messen. Außerdem gibt es auch offene Trainings – für einen erfolgreichen Renntag.

Anzeige
http://event.yoochoose.net/news/705/consume/10/2/4879625?categorypath=%2F2%2F84%2F61%2F92%2F132%2F141%2F
Nachrichten-Ticker