Lärmschutzwall
Die unbeachtete Baustelle

Münster-Nienberge -

Die Bauarbeiten sind umfangreich und worden schon vor knapp einem Jahr begonnen, bemerkt wird sie in Nienberge trotzdem nicht so richtig. Es geht um den Lärmschutzwall nördlich der Altenberger Straße.

Dienstag, 30.05.2017, 19:05 Uhr

Umfangreich und wenig beachtet, aber wichtig für Nienberge, sind die Baumaßnahmen am Lärmschutzwall nördlich der Altenberger Straße, die Werner Tillmann erläutert.
Umfangreich und wenig beachtet, aber wichtig für Nienberge, sind die Baumaßnahmen am Lärmschutzwall nördlich der Altenberger Straße, die Werner Tillmann erläutert. Foto: hko

Die Baumaßnahme ist umfangreich, aber nicht direkt zu erkennen und wird deshalb auch kaum beachtet. Und das, obwohl mit den Arbeiten schon vor etwa einem Jahr begonnen wurde. Wichtig für Nienberge ist das Vorhaben aber auf jeden Fall.

Konkret: Es handelt sich um Arbeiten am Lärmschutzwall nördlich der Altenberger Straße. Wer aus Richtung der münsterischen Innenstadt kommt, sieht die Bauarbeiten auf der rechten Seite. Dort wird der vorhandene Wall verbreitert und erhöht, um den Lärmschutz wesentlich zu verbessern. Verbunden damit sind die deutlich sichtbaren Baumaßnahmen südlich der Altenberger Straße.

„Es handelt sich nördlich der Altenberger Straße um einen weiteren Teil des Geländes, das die katholische Kirchengemeinde St. Sebastian dem Verein Lärmschutz Nienberge in einem Vertrag aus dem Jahr 1999 zur Verfügung gestellt hat,“ erläutert Werner Tillmann , stellvertretende Vorsitzende des Kirchenvorstandes der Pfarrei Liebfrauen-Überwasser. „Und zwar unentgeltlich.“

Auflage sei unter anderem die Pflege der Pachtgrundstücke mit allen Anlagen, einschließlich der Verkehrssicherungspflicht. Dazu gehöre zum Beispiel die Erhaltung des Wanderwegenetzes ab Durchlass Rölver, ergänzt Tillmann, zu der auch die Gemeinde St. Sebastian in Nienberge gehört.

Werner Tillmann hat die Verhandlungen und Planungen wesentlich mitgestaltet. Und er war deshalb auch gefragt, als der Lärmschutzverein Überlegungen anstellte und ab 2014 auch Pläne erarbeitete, um den Wall zu verbreitern und zu erhöhen.

Dafür war es erforderlich, weitere Grundstücksflächen nördlich der Altenberger Straße, die Eigentum der Kirchengemeinde sind, in den bestehenden Pachtvertrag einzubeziehen. Insgesamt eine Fläche von etwa 7600 Quadratmetern, die teilweise als Garten- und Grünland an andere Nutzer verpachtet war.

Nach umfangreichen Prüfungen und Verhandlungen, in die sich Werner Tillmann als Vertreter der Kirchengemeinde wesentlich einbrachte, erteilte die Stadt Münster im Februar 2016 die Baugenehmigung.

Während sich der Lärmschutzverein um Genehmigungen und die gesicherte Abwicklung der Baumaßnahme kümmerte, wurde im Kirchenvorstand der Pfarrei Liebfrauen-Überwasser intensiv überlegt, unter welchen Bedingungen die weiteren Grundstücke zur Verfügung gestellt werden sollten. „Das war nicht immer einfach,“ erinnert sich Tillmann. Allerdings habe das Interesse daran, alle Möglichkeiten des Lärmschutzes für die Bevölkerung zu nutzen, dazu geführt, auch die dafür benötigten Grundstücke ebenso wie 1999 pachtfrei zur Verfügung zu stellen – mit den gleichen Auflagen wie in dem ursprünglichen Vertrag.

Dieser enthält unter anderem auch Vereinbarungen, nach denen der Lärmschutzverein Verpflichtungen der Pfarrei aus einem Erschließungsvertrag mit der Stadt Münster aus dem Jahre 1976 übernommen hat.

Ein Termin für den Abschluss der Arbeiten ist noch nicht abzusehen. Die Baumaßnahmen an der Altenberger Straße seien aber bestimmt „früher fertig“, schmunzelt Werner Tillmann mit Blick auf das größere Interesse der Nienberger an der Fertigstellung der Straße in Höhe des Friedhofes.

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