SC Nienberge
Sportverein liebäugelt mit Anbauplänen

Münster-Nienberge -

Die Mehrzweckhalle an der Feldstiege soll nach den Vorstellungen des SC Nienberge einen Anbau erhalten. Für rund eine Million Euro sollen dabei drei neue Räume für den Sportclub entstehen.

Sonntag, 18.06.2017, 18:06 Uhr

Interessiertes Publikum: Die Gäste im „Stübchen“ der Mehrzweckhalle hörten gespannt den Plänen des Vereinsvorstands zu.
Interessiertes Publikum: Die Gäste im „Stübchen“ der Mehrzweckhalle hörten gespannt den Plänen des Vereinsvorstands zu. Foto: sn

„Wir müssen selbst bauen!“, erklärte Astrid Markmann , erste Vorsitzende des SC Nienberge, am Samstagnachmittag im „Stübchen“ der Mehrzweckhalle. Um die ging es auch: Drei Räume mit jeweils 90 Quadratmetern Größe sollen angebaut werden, und über diese Pläne informierte der Vorstand des Vereins alle Interessierten. Das waren größtenteils Mitglieder, aber auch die Lokalpolitik war vertreten.

Die Versuche seien vergeblich gewesen, etwa die Schlecker-Immobilie im Ort anzumieten oder das ehemalige Ladenlokal von Netto, sagte Markmann. Insbesondere „kleinteilige“ Sportarten des Vereins, wie etwa die Abteilung Breitensport, bräuchten aber geeignete Räumlichkeiten. Eine mögliche Verkleinerung der Haupthalle, die eventuell Platz geschaffen hätte, sei nicht möglich, da dann keine eigenen Fußball-Turniere mehr in der Mehrzweckhalle ausgerichtet werden könnten. Deshalb der Plan „Wir wollen anbauen.“ Geschätzter Kostenpunkt: etwa eine Million Euro.

„Das ist die Zukunft des Vereins“, meinte SCN-Geschäftsführer Manfred Wilhelmer über die Pläne. Die Hälfte der benötigten Summe soll dabei von der Stadt kommen. Das Anliegen des Vereins beschäftigt derzeit den Sportausschuss des Rates und soll am morgigen Dienstag auch beraten werden. Der SC Nienberge selbst, so ist es vorgesehen, soll eine Summe von 150 000 Euro aufbringen. Den Rest erwarten die Nienberger von der NRW-Bank .

Auch auf einen Kunstrasenplatz will man nicht verzichten. Junge Sportler und Trainer wanderten schon zu Vereinen in benachbarten Stadtteilen ab, die bereits einen Kunstrasenplatz besäßen, beklagten Aktive. Diese Entwicklung will der SC Nienberge nun stoppen: „Das kann der Verein stemmen“, meinte Wilhelmer. Aber auch dabei sei die Hilfe der Stadt gefragt. „Im ganzen Westen fehlen Kunstrasenplätze“, sagte Bezirksvertreter Markus von Diepenbroick-Grüter (CDU).

„Die Pläne sind nachvollziehbar“, meinte dessen sozialdemokratische Kollegin Elke Kraut-Kleinschmidt. Geschäftsführer Manfred Wilhelmer wiederum möchte noch eine außerordentliche Mitgliederversammlung einberufen, um sich auch für dieses Projekt ein „Okay“ zu holen.

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