„Wirtshaus Zur Post“
In Nienberge angekommen

Münster-Nienberge -

Drei Monate sind vergangen, seit Bernd Ringel zusammen mit Niclas Beuershausen das „Wirtshaus Zur Post“ führt. Die Pächter fühlen sich in Münsters Westen sichtlich wohl.

Freitag, 28.07.2017, 18:07 Uhr

Bernd Ringel steht stolz vor dem „Wirtshaus Zur Post“, wo er seit April bayrische Spezialitäten anbietet.
Bernd Ringel steht stolz vor dem „Wirtshaus Zur Post“, wo er seit April bayrische Spezialitäten anbietet. Foto: Siegmund Natschke

„Hier ist es familiärer als in der Stadt“, meint Bernd Ringel , der zusammen mit Niclas Beuershausen seit April diesen Jahres das „Wirtshaus Zur Post“ in Nienberge betreibt. Ein ganz neues Konzept am bewährten Ort – wie würde das bei den Nienbergern ankommen? Offenbar gut: Die Vereine sind wieder da und die Pächter rundum zufrieden.

Es war eine Zeit der Unsicherheit: Nachdem der bisherige Pächter des Gasthauses an der Altenberger Straße, Thomas Middrup , im vergangenen Jahr aufgehört hatte, war monatelang unklar, ob und wie es mit der letzten Traditionsgaststätte im Ort weitergeht. Immerhin: Seit 1850 kehren die Nienberger hier ein und feiern in diesem Lokal auch ihre Feste.

Wie ein Phönix aus der Asche kamen da die neuen Wirtsleute: Ringel kann auf viel Erfahrung in der Gastronomiebranche zurückgreifen. Das „Gogo“ hat er etwa ebenso betrieben wie die Hafenbar. Während letztere – die laut Ringel die „einzige echte Cocktailbar“ in Münster ist – weiter ein Standbein des umtriebigen Unternehmers bleibt, hat er mit dem „Gogo“ aufgehört: „14 Jahre Party waren genug“. Er wolle mehr Zeit für seine Familie und vor allem seine Tochter haben. Nächte bis um 7 Uhr morgens gebe es jetzt nicht mehr.

Ganz so spät wird es in Nienberge nämlich nicht. Überhaupt, er mag die Leute im Dorf: „Man lernt hier die Menschen besser kennen als in der Stadt. Hier ist es nicht so oberflächlich.“ Und da traf es sich gut, dass das Objekt an der Altenberger Straße ganz zu seinem neuen Konzept eines bayerischen Wirtshauses passte. Überhaupt:. „Es war immer mein Traum, ein Restaurant zu haben.“

Damit der Traum wahr wurde, krempelten er und Partner Beuershausen die Ärmel hoch. In Eigenleistung wurden die Innenräume auf Vordermann gebracht. „Es ist heller als vorher“, meint Ringel. Neue Stühle, neue Tische und ein neuer Anstrich sorgen für ein wohliges Ambiente.

Und was gibt es nun zu futtern? Natürlich bayerische Küche. Von der Schweinshaxe bis zum Backhendl, von der Weißwurst bis zum Obazda: echte bayerische Gaumenfreude.

Auch die Nienberger Vereine nehmen das neue Lokal offenbar an. Die St.-Sebastian-Schützenbruderschaft hat hier etwa schon ein neues Zuhause gefunden, die Kegelbahn ist gut belegt, und im Winter werden wieder etliche Mitgliederversammlungen an diesem alten, aber zugleich neuen Ort veranstaltet. Und wie lange wird Bernd Ringel in Nienberge bleiben? „Nicht unter zehn Jahre“, verspricht er: „Ich plane langfristig.“

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