Die Hecke ist weg
Freie Sicht auf Friedhof irritiert

Münster-Nienberge -

Es ist ein ungewohntes Bild: Nach Fertigstellung der Tiefbauarbeiten an der Altenberger Straße hat man jetzt eine freie Sicht auf den Nienberger Friedhof.

Montag, 14.08.2017, 18:08 Uhr

Der Friedhof Nienberge bekommt eine neue Hecke. Die alte musste wegen der diverser Arbeiten weichen.
Der Friedhof Nienberge bekommt eine neue Hecke. Die alte musste wegen der diverser Arbeiten weichen. Foto: sn

Früher versperrte eine Hecke die Sicht. Diese musste wegen der Arbeiten weichen. Doch der örtliche Friedhof bekommt eine neue Hecke. „Der Auftrag ist bereits erteilt“, erklärte Werner Tillmann vom Kirchenvorstand der katholischen St.-Sebastian-Gemeinde.

Seit Februar gab es keine Pflanzenbegrenzung mehr zur Altenberger Straße. Es hatte unter dem Bürgersteig Tiefbauarbeiten gegeben, die es notwendig machten, das Grün zu entfernen. Zwischenzeitlich gab es sogar noch manche unerwartete Entdeckung.

„Es hat länger gedauert, als gedacht“, sagte Tillmann. Gemeint ist die Baustelle an der Altenberger Straße, die eigentlich schon Ende Juni abgebaut sein sollte. Nun wurde es August.

Entscheidend für den Friedhof waren die Arbeiten zur Absenkung des Bordsteines, damit ein barrierefreier Zugang an der dortigen Bushaltestelle möglich wurde. Zweige der bisherigen Hecke ragten aber über das Grundstück des Friedhofs auf den Bürgersteig. Zudem führten die Stadtwerke hier zeitgleich Tiefbauarbeiten durch. Auch diese waren ohne Störung nur möglich, wenn die Hecke, die viele Jahre schon den Friedhof begrenzte, gerodet wurde. Im Februar dieses Jahres war das nun der Fall.

Für viele Nienberger war die freie Sicht in den Friedhof hinein ein ungewohnter Anblick. „Das sieht ja jetzt schlimm aus“, hörte man sogar. Und nun kamen auch Hinterlassenschaften zum Vorschein, die vorher verborgen waren.

Nach dem Beseitigen der Hecke sei man nämlich auf Unrat gestoßen, sagte Tillmann. Den hätten einfach Leute dort „hingeschmissen“. Auch jede Menge Unkraut war nun plötzlich sichtbar. Auf Kosten der Kirchengemeinde wurde das beseitigt. Nun, ein halbes Jahr nach der Rodung, tut sich wieder etwas auf dem Friedhof: Nachdem jetzt die Tiefbauarbeiten abgeschlossen sind, kann auch wieder eine Hecke angepflanzt werden. Ein bis eineinhalb Meter hoch solle die sein, so Tillman, und es werde sich erneut um „Thuja-Lebensbäume“ handeln.

Noch wird ein wenig abgewartet. „Sonst müsste man immer wieder gießen“, sagt Werner Tillmann. Im Herbst sollen dann die Ärmel aufgekrempelt werden, dann sei „Pflanzzeit“.

Es sei ein kleiner „Pflanzstreifen“ zum Bürgersteig hin vorbereitet worden, in den die Lebensbäume später hineinkommen: „Damit ist der notwendige Sichtschutz wieder gegeben“.

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